Mein Grammophon spielt Lili Marleen – und ich brauche es dringender denn je, seit es die AfD und andere Anti-Europa-Parteien gibt
Die Heute Show hat ein Filmchen zur Vetternwirtschaft in der AfD erstellt. Youtube siehe 15:46 (https://www.youtube.com/watch?v=99B6VAKIp00&t=946s) Die Alternative für Deutschland hat einen fetten Vetternwirtschaftsskandal an der Backe. Natürlich auch großen Spaß. Markus Frohmeier, AfD in Badenwürtemberg beim AfD Ascher Mittwoch. Wir wissen ganz genau, was auf dem Reichstag geschrieben steht. Da steht nicht Ukraine, da steht nicht die Welt, da steht auch nicht Europa, da steht „dem deutschen Volke“. Ha. Und ich dachte, die AfD hätte das längst geändert in den Familien der AfD…

Die Weltlage und die AfD Wählenden kann ich nur ertragen mit Schwarzem Humor und teile „Heute Show“ Videos . Früher ohne Internet habe ich gesungen: „Unter der Laterne“ von Lale Andersen. Sie hat im Krieg für beiden Seiten gesungen. Eine Anti-Kriegs-Hymne.
Lale Andersens Lied „Lili Marleen“ war zunächst nur ein kleiner Erfolg, explodierte aber ab 1941 über den Soldatensender Belgrad zum absoluten Welthit. „Später wurde es vom NS-Regime wegen des „morbiden und depressiven“ Textes sowie seiner „wehrkraftzersetzenden Wirkung“ vorübergehend verboten.“ Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Lale_Andersen)
Deutsche Soldaten liebten es, britische und amerikanische Truppen haben es sich über die Fronten „geklaut“ und hörten es heimlich auf deutschen Wellen. Es wurde zur Anti-Kriegs-Hymne, die Sehnsucht, Abschied und Romantik beschreibt. Andersen wurde nie wirklich systemtreu und hatte zeitweise Auftrittsverbot.
Nach 1945: Comeback mit Erfolgen wie „Ein Schiff wird kommen“. 1961 vertrat sie Deutschland beim Eurovision Song Contest („Einmal seh’n wir uns wieder“ – Platz 13). Ihre Autobiografie „Der Himmel hat viele Farben“ (1972 Bestseller kurz vor ihrem Tod). Rainer Werner Fassbinder drehte 1981 den Film Lili Marleen, lose über ihr Leben inspiriert.
Kurz gesagt: Lale Andersen war die Sängerin, deren Stimme während des Zweiten Weltkriegs auf bemerkenswerte Weise allen Trost spendete – Deutschen, Briten, Amerikanern und all jenen, die in Schützengräben saßen und an die Heimat dachten. Der erfolgreichste Liedtexter während der NS-Zeit war schwul: Bruno Balz. (https://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Balz) Seine Freundin war Zarah Leander.
Am 28.02.2026 lief im Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk bei Phoenix Terra X History Hits unterm Hakenkreuz. Es sind Schlager, die ich alle kenne und auch früher geträllert habe. Lieder von Heinz Rühmann oder Hans Albers. Es sind Durchhalte-Schlager zur „Kriegsertüchtigung“, die Zarah Leander singt: „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n“ und „Davon geht die Welt nicht unter“.
Aber waren die Lieder unbedenklich, wie es schien? Welches Ziel verfolgten sie im nationalsozialistischen Deutschland?
„Terra X History“ beleuchtet die Entwicklung bekannter Hits unter dem Hakenkreuz wie „Davon geht die Welt nicht unter“ oder „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“. Vor über 80 Jahren waren sie beliebte Stücke und auch Werkzeuge der nationalsozialistischen Propaganda.
Im NS-Regime entstanden eine Vielzahl von Schlagern, Filmmusiken und Soldatenliedern. Einige Künstlerkarrieren, wie die von Marika Rökk und Zarah Leander. Ihre Lieder sollen in Krisenzeiten die Stimmung heben. Jüdische Künstler hingegen wurden ausgeschlossen und verfolgt. Wer kann, flieht, um sein Leben zu retten.
Der Propagandachef der Nazis, Joseph Goebbels, übernahm die Kontrolle über die Musik- und Unterhaltungsbranche. Dennoch regte sich in der Musikszene hier und da heimlicher Widerstand. Hans Albers erzielt Ende 1944 mit „Einmal muss es vorbei sein“ einen mehrdeutigen Hit.
Im Film kommen Max Raabe, der Leiter des Palast Orchesters, sowie der deutsche Chansonnier Tim Fischer zu Wort. Youtube Video (https://www.youtube.com/watch?v=4KwZfni59c0)
Was können wir aus der Doku „Hits unterm Hakenkreuz“ lernen?
Das Geschehen in der Welt und auch in Deutschland ist momentan schwierig und Anti-Europa-Parteien scheinen das Zepter in der Hand zu haben.
- Wie ich schon oben schrieb: Weltlage unerträglich
- Strategie: schwarzer Humor zur Entlastung
- Früher: Bei Frust habe ich sentimental „Unter der Laterne“ gesungen
- Heute: Schaue ich mir Lale Andersens Wikipedia an und denke:
- „Respekt, die Frau hat im Zweiten Weltkrieg für BEIDE Lager gleichzeitig gesungen.“
Wie geht es Euch aktuell und wie geht ihr mit den oben genannten Themen um?
