Gestalten teilhaben und partizipieren – gehe Deinen Weg

Ich habe länger überlegt, ob ich diesen Beitrag veröffentlichen möchte. Der Text ist zum Teil kritisch und in der Tonlage unfreundlich und unsachlich. Auch lasse ich offen, warum „i am not amused“ ;-)

Der Artikel, soll wie immer, als Anregung dienen und die Leserinnen und Leser können ihre eigenen Schlüsse ziehen, ob der Text und die Bilder „irgendwie, irgendwo“ bedeutsam sind. Zudem experimentiere ich momentan mit verschiedenen Formaten. Dieser Artikel wurde von mir auf meinem Youtube Kanal Elke Overhage vertont.

Link „Gestalten teilhaben und partizipieren Gehe deinen Weg“ https://www.youtube.com/watch?v=CLaSplizO8s

Gestalten teilhaben und partizipieren. Mach Dich auf und gehe Deinen Weg.

Der Begriff „Partizipation“ kommt aus dem Lateinischen und wird übersetzt mit

Beteiligung,

Teilhabe,

Teilnahme,

Mitbestimmung und

Einbeziehung.

Partizipation muss gefordert und gefördert werden.

Partizipation geht zunächst von einzelnen Menschen aus, die auf ihrem Weg der Gestaltung Mitstreiterinnen und Mitstreiter finden. Die notwendig vorliegende Motivation ist individuell, intrinsisch und muss nicht von aussen gesteuert werden. Das macht den etablierten Organisationen zunächst Angst. Du wirst Widerstand erfahren. Aber es lohnt sich. Die Themen, die weltweit Menschen aufrütteln und inspirieren.

• Rassismus „Black Lives Matter“

• Sexismus „Me Too“ Mein Artikel „Was lässt sich dagegen tun? #Metoo – Klare Ansage in drei Schritten

• Klimaschutz „Fridays For Future“

Das diese Themen als „Links“ gelten, bedeutet an überholten Überzeugungen festzuhalten. Wenn Du unter ‚links‘ fortschrittlich, rational und weltoffen und unter ‚rechts‘ kleingeistig, ignorant und rückständig verstehst, dann ja, ich bin links. Ich wähle aber grün.

So sehe ich Rechts: „Wir wollen, dass alles so scheiße bleibt wie bisher, weil wir dabei ziemlich gut weggekommen sind“. Carolin Kebekus Zitat: Rassismus tötet, auch in Deutschland. Und damit müssen wir uns alle auseinandersetzen – auch wenn’s wehtut. Und da es bisher keinen Brennpunkt dazu gab, machen wir einfach einen. „Wir sind mehr“!!!

Ich poste ich zum Schwerpunkt:“Seelische Gesundheit ist genau so wichtig wie körperliche Gesundheit“ Ich glaube an Graswurzel Bewegungen. Die voher genannten Themen sind erfolgreiche Graswurzel Bewegungen und zeigen auf, dass sie äußerst erfolgreich sind. Ich engagiere mich gegen die Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen.

Social Media ist hierbei eine Chance. Sichtbar zu sein, Selbstfürsorge zu leben und Erfahrungen von Selbstwirksamkeit, stärken ungemein. Dazu möchte ich Dich ermutigen.

Wie heißt denn Dein Motto in Form eines Hashtags?

Sei Du selbst die Veränderung, die du Dir wünschst für diese Welt. (Mahatma Gandhi)⁠⁠

Ziehe Dein Ding durch! Das wünsche ich jeder und jedem. Wenn Du die Welt ein kleines Bisschen besser machen möchtest, kann es ein langer Weg sein, den Du gehst, bis es Klick macht und Du wirklich nur das Durchziehst, worin Du einen Sinn drin siehst und Spaß dabei hast.

Unwichtig, wie langsam Du vorankommst, wichtiger ist, dass Du dran bleibst.

Die Frage nach dem „Warum“ ist während wichtiger Pausen hilfreich. „Mach ich etwas, weil es mich erfüllt oder bin ich dabei unglücklich und verliere meine Energie, die ich anders einsetzen könnte.“ ⁠

Mach Dich auf und gehe Deinen Weg. Wahrscheinlich triffst Du unterwegs auf Gleichgesinnte. Dann kommt Eins zum Anderen. Du kommst in Gegenden mit neuen Werten und gestaltest nebenbei die Welt.

Bei Tiktok habe ich ebenfalls einen dazu passenden Beitrag erstellt. „Hilf Dir selbst, in dem Du Dich einmischt.“ Hashtags: seelische Gesundheit, psychische Gesundheit, Partizipation „https://www.tiktok.com/@elkeoverhage/video/6981001775423737094

Das Thema Partizipation hatte ich in der Vergangenheit thematisiert. Gefragt ist heute die Urteilskraft des Einzelnen. Gut beraten sind die Organitationen, die ihren Mitarbeitenden die Übernahme von Verantwortung auch zutrauen. Der Artikel lautet „Partizipation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter„.

Überholt ist eine Unternehmenskultur nach dem Motto: „Die da oben wissen, was sie tun und sagen es denen da unten“. Artikel mit Ideen und Vorschlägen „Wie sich lebendige, soziale Organisationen schaffen lassen

:“…Reagieren wir auf eine Ungerechtigkeit, in dem wir uns fragen: Was riskiere ich, wenn ich mich äußere? Mache ich mich vielleicht unbeliebt?, dann ist das unethisch, weil wir die weitgehenden Auswirkungen unseres Schweigens ignorieren. Im Zusammenhang mit dem Recht aller auf Glück und Leidensvermeidung ist so etwas ausserdem unangemessen und wenig hilfreich. Und das gilt auch – vielleicht sogar besonders-, wenn zum Beispiel Regierungen, Behörden oder Institutionen sagen. „Das ist meine Sache“ oder „Das ist eine interne Angelegenheit“. Sich vermeindlich zu äußern kann unter solchen Umständen nicht nur eine Plicht, sondern, was noch wichtiger ist, ein Dienst an anderen sein… “ Zitat Dalai Lama XIV, Das Buch der Menschlichkeit, Verlag Bastei Lübbe, Juni 2008, Kapitel Die Verantwortung für das Ganze, Seite 184

Hat der Beitrag Dich inspiriert, oder bist Du schon auf dem Weg? Bitte interlasse bitte Deine Kommentare. Ich antworte gerne.

Mehr Flow im Sozialen Bereich mit Hilfe New Work needs Inner Work

Für mich dient mein Blog bei wordpress unter anderem als Möglichkeit, meine Erfahrungen zu reflektieren und zu veröffentlichen. Ich freue mich sehr über Kommentare, von den Menschen, die mir folgen.

Ich bin erheblich daran beteiligt, dass wir im Team, wo ich hauptberuflich tätig bin, eine Möglichkeit geschaffen haben, um strukturierter, kollegialer, kreativer und verbindlicher miteinander arbeiten zu können. Die Verbesserung der Struktur gelingt mit Unterstützung eines Kollegen, der eine Vorlage zur Durchführung, Dokumentation und Partizipation mit entwickelt hat. Das ist schon ein großer Schritt in die richtige Richtung… worüber ich dankbar bin.

Allerdings geht das noch besser. „Komplexität„? Da bin ich gerne dabei, weil mir das Erfassen und der Umgang mit komplexen Situationen und Bedarfen liegt. Glücklicherweise befinden wir uns im Zeitalter der Globalisierung und der Digitalisierung der Arbeit.

Das Thema New Work haben fast alle großen Unternehmen und Organisationen in ihren digitalen Wandel berücksichtigt und entsprechend gehandelt…

Wie kann es gelingen, die Mitarbeiter*innen angemessen auf dem Weg zu New Work oder Reinventing Organizations voran zu bringen? Hier geht es mE nicht darum, „alles“ basis-demokratisch zu organisieren! Es geht darum, mit mehr Spaß und Engagement „bei der Sache zu sein“ und auf Dauer gesund zu bleiben, sowohl als  mitarbeitende Einzel-Person, als auch als gesamte Organisation.

New-Work.needs.inner.Work.Rezension
Das Buch „New Work needs Inner Work“ von Joana Breidenbach und Bettina Rollow bietet da eine Vielzahl an Lösungen. Zunächst muß in den traditionellen Organisationen, wie auch in der Wohlfahrt und der Kirche, die Geschäftsführung oder die oberste Leitungsperson von den Vorteilen einer Selbstorganisation zumindest auf  der Team Ebene überzeugt sein oder werden. Dann kann die Geschäftsführung der Organisation den Prozess der gemeinsamen Umstrukturierung einleiten.

Nur von unten aus,  ist’s nicht möglich! In selbst organisierten Teams liegt die Verantwortung verteilt auf mehreren Mitarbeitern oder einem gesamten Team für bestimmte Aufgaben. Eine Meta-Reflektion ist im wiederholenden Prozeß mit der Geschäftsführung und mit einem freiwillig ausgewählten (ersten?) Team, das bestimmte Aufgaben in der Organisation in gemeinsame Abstimmung übertragen bekommen, sinnvoll …

Das Buch “New Work needs inner Work” untergliedert sich in die folgenden elf Kapitel:

  • Kapitel 1: Von Hierarchie zur Potentialentfaltung
  • Kapitel 2: Außen und Innen
  • Kapitel 3: Instrumente für die innere Navigation
  • Kapitel 4: Feedback als Entwicklungsinstrument
  • Kapitel 5: Standortbestimmung – Führung und Zusammenarbeit
  • Kapitel 6: New Work als Vermeidung
  • Kapitel 7: Flucht oder Inspiration?
  • Kapitel 8: Innere Klarheit und das große Ganze
  • Kapitel 9: Die Balance zwischen Reflexion und Umsetzung
  • Kapitel 10: Die Organisation neu gestalten
  • Kapitel 11: Übungen

Über Gefühle sprechen: Ein Team, welches nur das äußere Verhalten eines Mitarbeiters einbezieht, hat wenig Möglichkeiten, die entstandene Irritation aufzulösen… Ein Team, dass sich auch mit der Unterwasser-Welt auskennt. Übung Das Eisberg-Modell zur Selbst-Reflexion (Seite 45, New Work needs Inner Work, Verlag Vahlen). Denn Lebendigkeit bedeutet, über die eigenen Gefühle sprechen zu können

Für eine gelungene Umsetzung und Zusammenarbeit bietet das Buch meiner Meinung nach super Vorschläge (siehe Seite 148 New Work needs Inner Work, Verlag Vahlen) Prozess Fragenkatalog zur Selbstorganisation…

Zudem muss gemeinsam geklärt werden, wie das (erste) Team mit der Organisation als Ganzes zusammenarbeiten kann und ob die News, Ergebnisse, der erlernte Weg im Sinne Reinventing Organizations, Vorbild Charakter für die gesamte Organisation haben soll oder kann und schrittweise in andere selbstorganisierte zukünftige Teams übertragen werden kann.

Weitere Artikel zu Reinventing Organizations:

  • Online-Vortragsreihe Impulse zur Mittagspause 1. Paritätischem BrainFood zum Thema „New Work needs Inner Work“ mit Joana Breidenbach, Gründerin von betterplace.org.  Der „Paritätische Baden Württemberg“ hat  beeindruckende berufliche Highlights von Frau Breitenbach veröffentlicht. hier dem Link folgen Live-Stream und zum Youtube Video vom 24.7.2020  oder hier www.paritaet-bw.de/brainfood
  • Reinventing Organizations: Auf dem Weg zum agilen Altenhilfe-Träger Blog von Maja Roedenbeck Schäfer Blog „recruiting2go.de“ hier dem Link folgen
  • Rezension: New Work needs Inner Work von Blog von Hendrik Epe Blog „ideequadrat.org“ hier dem Link folgen
  • Innovation braucht innere Transformation Beitrag bei XING von Dr. Joana Breidenbach bei „xing.com“ hier dem Link folgen
  • Wie sich lebendige, soziale Organisationen schaffen lassen Blog Beitrag von Elke Overhage hier dem Link folgen

Hier kann das Buch bestellt werden hier dem Link folgen oder bei Amazon hier Link folgen

Die Soziale Arbeit hat ein dreifaches Mandat Das Tripelmandat

Ich gehe als beruferfahrene Sozialarbeiterin nicht vom „Doppelten Mandat“, sondern vom „Tripelmandat“ nach Staub-Bernasconi aus. Die Profession Soziale Arbeit muss miteinbezogen werden, nicht nur Staat und Kient*in.

Das Tripelmandat erklärt in 4 Minuten

von Lebensweltenwanderer halte ich für ein ausgesprochen gutes Erklärvideo für Studenten, Studentinnen, aber auch für Interessierte an der Sozialen Arbeit.

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Der Staat schafft durch Gesetze, die wiederum festlegen, welcher NutzerInnengruppe welche (staatlichen) Ressourcen und (staatlichen) Leistungen zu Teil kommen die Handlungsaufträge und die Strukturen, in der sich die Soziale Arbeit bewegt (vgl. Spiegel, 2013, S.2, Methodisches Handeln in der Sozialen Arbeit (5. vollständig überarbeitete Aufl.). München: Ernst Reinhardt.

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Gegenüber diesen staatlichen Handlungsaufträgen, mit welchen auch eine Verpflichtung dem Staat als einem der Auftraggeber (Mandate) des sozialpädagogischen Handelns einhergeht, steht der Handlungsauftrag, welcher von den Nutzern*innen der Sozialen Arbeit selbst ausgeht (vgl. Spiegel H. (2013, S. 26).

Der Begriff Doppeltes Mandat bringt zum Ausdruck, dass Soziale Arbeit einen doppelten Auftrag zu erfüllen hat: Sie muss sich zum einen am Wohl und der Realität der Klient*innen orientieren, sie muss zum anderen aber auch im Auftrag des Staates bzw. der Gesellschaft handeln.

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Das Doppelmandat als Grafik aufbereitet von LebensWeltenwanderer. Diese (strukturellen) Gegebenheiten wurden von Böhnisch und Lösch in dem sogenannten Doppelmandat festgehalten. Ehrhardt, A. (2013). Methoden der Sozialen Arbeiten (2. Aufl.). Schwalbach: Wochenschau Verlag. Das kann schon zu Konflikten führen.

Sozialarbeiterische Praxis ist immer ein Spagat: Sie ist sowohl den Bedürfnissen des Individuums verpflichtet wie auch den Bedingungen und Vorgaben des staatlichen Rechtssystems und der Sozialpolitik.

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Staub-Bernasconi erweiterte dieses Doppelmandat um eine zusätzliche dritte Dimension – der Verpflichtung gegenüber der Profession (vgl. Staub-Bernasconi, S. (2018), S. 114 – 115, Soziale Arbeit als Handlungswissenschaft. Soziale Arbeit auf dem Weg zu kritischer Professionalität (2. Vollständig überarbeitete & aktualisierte Ausgabe). Leverkusen: Barbara Budrich.

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LebensWeltenwanderer hat das TripelMandat in seinem Youtube Video sehr gut  dargestellt.

Mit dem Begriff  Tripelmandat der Sozialen Arbeit wird zum Ausdruck gebracht, dass sich Soziale Arbeit nicht nur zwischen den Ansprüchen von Staat und Klient*in, also Kontrolle und Hilfe, bewegt, was mit dem Doppelmandat erörtert wird, sondern sich auch auf ihre eigene Fachlichkeit als Profession beziehen und berufen muss.

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Von Lebensweltenwanderer Doppel-&Tripelmandat
Die Grundlage der Sozialen Arbeiten Erklärt in 4 Minuten. Das gesamte Video inklusive Beispiel aus der Kinder- und Jugendhilfe + Quellen zum weiter lernen.  https://www.youtube.com/watch?v=XQdduv3NNq0

Diese Erweiterung des Doppelmandats zu einem Tripelmandat, die Soziale Arbeit zur „Menschenrechtsprofession“ macht, wie es Staub-Bernasconi grundlegend formuliert (Staub-Bernasconi 2007a und b), soll sie als politisch unabhängig entwerfen, als Wissenschaft, die nur sich selbst, ihrem Wissen und ihrer Ethik verpflichtet ist.

Solltet Ihr Interesse haben, hier könnt Ihr dem Youtube Kanal von lebensweltenwanderer folgen https://www.youtube.com/channel/UC6BJs_dyjN-rIxvSuH1kGnQ/

Meine Meinung:

Entscheidend ist der Berufsethos der Sozialen Arbeit sowie die Menschenrechte. Die aktuellen Entwicklungen der Ökonomisierung der Sozialen Arbeit hin zur „Sozial-Wirtschaft“ führt zu Problemen seitens der sozial Arbeitenden, der Wohlfahrtsverbänden und der Klienten als Teil der Gesellschaft. Der „Socialworker“ kommt damit in einen Rollenkonflikt

Innerhalb der beruflichen Tätigkeit ist es enorm wichtig, sich die Beruf-Ethik der Sozialen Arbeit immer wieder zu vergegenwärtigen. Durch den Druck der Ökonomisierung darf sich die Profession nicht zum Handlanger des Staates machen. Leider werden Klienten insbesondere durch das System Hartz IV mehr gefordert, als gefördert. Die Sozialarbeitenden können bei ihrer Tätigkeit dafür sorgen, dass ein Ausgleich im Sinne der finanzielle Benachteiligten und manchmal bildungsfernen Menschen gewährleistet wird. Die Soziale Arbeit ermöglicht eine bessere Teilhabe/ Teilnahme an der Gesellschaft.

Das Gespräch und der Umgang auf „Augenhöhe“ mit Klienten und Sozialarbeitenden ist ein wichtiges Instrument, um den Ausgleich zu gewährleisten …

Anregungen:

  1. Im sozialen Bereich hat die Haltung der Sozialarbeitenden viel mit der Potenzialentfaltung der Anvertrauten zu tun. Blog Artikel hier klicken Welche Geisteshaltung hast Du? Blog Artikel „Soziale Arbeit mit Zukunft Die professionelle Haltung“ Blog Artikel hier klicken
  2. Vernetzung und Austausch bereichert. Die Methode Working Out Loud und Teilnahme an einen WOL Circle habe ich getestet und für die Soziale Arbeit für gut befunden. Blog Artikel hier klicken  Die Gruppe “Soziale Arbeit mit Zukunft“ dient der Sammlung und Diskussion von neuen Ansätzen Sozialer Arbeit. Blog Artikel hier klicken
  3. Wertschätzung in Form von angemessener Entlohnung ist in der Sozialen Arbeit bedeutsam. Also ist es sinnvoll bei der eigenen Berufswegeplanung die Eingruppierung, Lohnstufe und das Tarifsystem zu berücksichtigen.  Wieviel ist Deine Arbeit wert?
  4. Eine andere Art der selbstbestimmten Belohnung kann für Dich auch von Interesse sein. Das Thema bessere Entlohnung der Sozialen Arbeit, eine passendes work life flow. Blog Artikel hier klicken
  5. Ein Arbeitgeber kann Mitarbeiterangebote zur Verfügung stellen. Der Fachkräftemangel kann auch eine Chance oder ein Glücksfall für Bewerberinnen und Bewerber sein. Blog Artikel hier klicken. Blog Artikel zum Thema „Gesundheitsmanagement und engagierte Mitarbeitende“ hier klicken
  6. Benefits und Angebote für die Angestellten sind zeitgemäß. Man nennt sie freiwillige betriebliche Zusatzleistungen, Mitarbeiter Benefits oder Arbeitgebervorteile. Welche Angebote brauchst Du, um auf Dauergesund und leistungsfähig zu bleiben? Super Artikel zur Umfrage von an der ich teilgenommen habe. Blog
  7. Talente im eigenen Unternehmen sind meines Erachtens häufig zu finden. Die richtigen Beschäftigten an der richtigen Stelle einzusetzen, ist hingegen eine Kunst. Für Beschäftigte ist eine Einschätzung der eigenen Talente und die Sichtbarmachung der Erfolge äußerst wichtig. Die Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können dokumentiert werden.  Ein Gespräch zu Deinen Aufstiegswünschen und benötigten Arbeitsbedingungen mit der Vorgesetztenebene sollte meines Erachtens zur Normalität gehören. Artikel „HighPotenzials ein Gewinn?“ hier klicken.
  8. Digitalisierung in der Sozialen Arbeit benötigt schnelle und nachhaltige Lösungen für hilfebedürftige Menschen und tolle bedarfgerechte Konzepte. Wie können Ideen entwickelt und bewältigt werden? Blog Artikel zu Design Thinking als Methode zur Innovationsentwicklung hier klicken Auch Coworking-Spaces können für die klassischen Träger praktikabel sein Blog Artikel hier klicken. An einem Barcamp habe ich teilgenommen. Dieses Format ist absolut zu empfehlen. Blog Artikel hier klicken Den Vortrag von Frederic Laloux „wie sich lebendige, vitale Organisationen schaffen lassen …“ beim Lernforum Großgruppenarbeit 2016, finde ich super Blog Artikel hier klicken.
  9. Das Betriebsklima beschreibt die Eigenschaften und Attribute eines Betriebes. Studien belegen seinen Einfluss auf die Gesundheit – sowohl der einzelnen Beschäftigten als auch der Organisation als Ganzes. Denn ein gutes Betriebsklima geht einher mit einer Reihe von grundlegenden Werten, die gleichermaßen leistungsfähige Betriebe auszeichnen Blog Artikel hier klicken
  10. In einer immer komplexer werdenden Welt, kommen die alten Führungssysteme, Methoden und Abläufe an ihre Grenzen. „Partizipation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ finde ich persönlich super. Wie ist eine Partizipation bei Euren Organisationen und Träger möglich? Möchtest Du partizipieren? Welche Rahmenbedingungen müssen erfüllt sein, damit eine Teilhabe möglich ist. blog Artikel hier klicken

Partizipation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Partizipation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Einer der schwierigsten Sachen im Wandel ist es, „nicht wieder“ die gleichen Entscheidungen zu treffen wie am Vortag. Sich nicht wieder für die gleiche Gedanken und Handlungen zu entscheiden.

Folgendes Zitat von Friedrich von Humboldt lässt sich sehr gut auf das Menschenbild in althergebrachten Führungskulturen übertragen:

„Die Natur muss gefühlt werden,
wer sie nur sieht und abstrahiert,
kann Pflanzen und Tiere zergliedern,
er wird die Natur zu beschreiben wissen,
ihr aber selbst ewig fremd sein.“

Humboldt macht deutlich, dass Sehen, Abstrahieren und Zergliedern notwendige Voraussetzungen der Naturerkenntnis sind. Analyse im Sinne des Zerteilens in Fragmente beschreibt aber nur einen Teil alles Lebendigen.

Die hochkomplexe Realität lebendiger Systeme lässt sich allerdings nur andeutungsweise in Statistik und Studien beschreiben. Organisationen, die ausschließlich mit Regeln, Standards, Richtlinien und Zielen gesteuert werden, dort kommen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. das „Mensch sein“ zu kurz. In einer immer komplexer werdenden Welt, kommen die alten Führungssysteme, Methoden und Abläufe an ihre Grenzen.

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Die Umsetzung einer Kultur des Miteinanders lässt leider noch auf sich warten. Nicht nur innerhalb der Sozialen Arbeit, der sogenannten Sozialwirtschaft, der Kirche, als auch im Wirtschaftsleben. Mir kommt es so vor, dass die Organisationen der freien Marktwirtschaft teilweise viel weiter sind in Bezug zu Partizipation von Mitarbeitern. Auch die Agilität / Beweglichkeit von Organisationen und Personen bzw. die Wendigkeit von Strukturen und Prozessen ist noch zu langsam.

In Bezug auf Veränderungen ist Passivität und Aussitzen ein Verhaltensmuster alter  Organisationen. Passives Verhalten liegt vor, wenn sich eine Person oder Organisation abwartend verhält, keine Initiative ergreift und selbst bei Änderungen der Umwelt untätig bleibt bzw. keine Verhaltensänderung zeigt oder eine Veränderung nur vortäuscht.

Gefragt ist heute hingegen die Urteilskraft des Einzelnen. Gut beraten sind die Organitationen, die ihren Mitarbeitenden die Übernahme von Verantwortung auch zutrauen. „Gerade jetzt kommt es auf die Urteilskraft jeder einzelnen Mitarbeiterin und jedes einzelnen Mitarbeiters an.“ Zitat  managerSeminare mS 265, 09. April 2020

Eine Leitung im Sinne von New Work von Führungskräften setzt voraus,

  • dass die Leitungskräfte ihre bisherigen Rollen reflektierten,
  • offen sind für Kritik und
  • bereit sind, Verantwortung abzugeben.

Denn wichtig ist auf dem Weg

👉 Freiwillig Macht loszulassen und

👉Kontrolle teilweise abzugeben, ist die größte Herausforderung

Partizipation_Mitarbeiter

Sinnvoll ist ebenfalls, die intrinsische Motivation zu fördern: „Bedürfnisse wie Fairness, Entwicklung, Autonomie und Selbstwert-Erfahrung gehören zu den neurobiologischen Grundbedürfnissen des Menschen. Sind diese erfüllt, dann entsteht Sicherheit, Motivation und Kreativität“

Wesentlich für Motivationsentwicklung ist die Mobilisierung von Zuversicht und Hoffnung auf Besserung. Die Beziehungsgestaltung zwischen Leitung und Mitarbeiterschaft ist bedeutend für den „spirit“. Vertrauensaufbau in beide Richtungen Leitung und Mitarbeiterschaft bildet die Basis für Veränderungsprozesse in Organisationen.

Folgende Haltungen sind empfehlenswert:

  • Zieltransparenz: Offenlegung von Regeln, Absichten und Zielen
  • Zulassen von Widersprüchen. Die Leitungsebene ist kein Richter, Verändernungsmotivation ist keine Bedingung, sondern ein Ziel
  • Ausdruck von Empathie: Wertschätzung und Akzeptanz von Ambivalenz zur Veränderung als ein normales Phänomen erleichtern den Mitarbeitenden die Annahme von Veränderungen. Empathie entwickelt sich wechselseitig.
  • Mit dem Widerstand umgehen: Die Leitung streitet nicht, konfrontiert nicht, sondern bietet alternative Deutung der Sachverhalte an. Wenn Ansichten auseinander gehen, ist es eine gute Möglichkeit die Deutung von Sachverhalten einfach so stehen zu lassen und zu akzeptieren. Diese Möglichkeit ist sowohl für die Mitarbeiterschaft, als auch für die Leitungsebene deeskalierend.
  • Kongruenz: Nach Carl Rogers streben wir alle danach, ganz, heil, gesund kongruent mit sich und der Umwelt zu sein.

Selbstvertrauen zum eigenen Organismus als ein empfängliches Instrument entwickeln, der Bewertungen aus sich heraus vornimmt, (…) der sein Leben als fließenden Prozess sieht, in dem er ständig neue Aspekte seines Wesens im Strom seiner Erfahrungen entdeckt.“ (Carl Rogers 1976b, 129)

In diesem Sinne bedeutet dies ein „back to the roots“ (der Sozialen Arbeit)

Zurück zum Ursprung / Anfang ist für mich eine tiefgründigere Aussage.

Wenn Du als Mitarbeiter / Mitarbeiterin oder auch das ganz System der Organisation einen Weg eingeschlagen hast durch Controlling statt Menschlichkeit, Karriere und (falsche) Beziehungen. Dieser Weg irgendwohin gebracht hat, wo wir nie sein wollten und der uns zu etwas gemacht hat, was wir nie sein wollten.

Wenn wir beschliessen eine Wendung vorzunehmen und zurück zu gehen und einen Wandel zu bestreiten… muss am Ende wohl jeder für sich entscheiden, ob die Übernahme von Verantwortung, das freiwillige loslassen von Macht und das Leben von Partizipation  der gemeinsame Weg ist. Mit Partizipation meine ich Mitwirkung, Einbeziehung und Teilhabe Aller, was zur Stärkung des Einzelnen und dem System als Ganzes führt.

Ich habe da Hoffnung. Ihr auch?

 

Wie sich lebendige, soziale Organisationen schaffen lassen

Den Vortrag von Frederic Laloux „wie sich lebendige, vitale Organisationen schaffen lassen …“ beim Lernforum Großgruppenarbeit 2016, finde ich sehr gut. Link hier klicken

Einträge in einem Diskussionsforum zeigt als Beispiel, wie sich Sozialarbeitende teilweise fühlen, wenn sie nicht den Zugang zum Selbstmanagement gefunden haben:

„Nach über 20 Jahren habe ich keine Motivation mehr. Die Luft ist raus. Auch die vielen befristeten Teilzeitstellen, die es vor 10-15 Jahren kaum gab, kotzen mich an. Die Entwertung meines Abschlusses ist entwürdigend.“

Überholt ist eine Unternehmenskultur nach dem Motto: „Die da oben wissen, was sie tun und sagen es denen da unten“.

Die Ideen von Frederic Laloux hingegen finde ich inspirierend.

Diese Fotos aus „Reinventing Organizations visuell – Ein illustrierter Leitfaden sinnstiftender Formen der Zusammenarbeit“ Teil 1, Seite 16 und 17 betonen, dass es einen Grund dafür gibt, zutiefst hoffnungsvoll zu sein. Der Schmerz, den wir fühlen, kommt von etwas Altem, das jetzt stirbt… während etwas Neues geboren wird.

Aktuell herrscht Fachkräftemangel bei PflegeBerufen, Sozialarbeitern, Erziehern usw.. Leider fördern die begrenzten öffentlichen Mittel auf dem „Dienstleistungsmarkt der sozialen Arbeit“ zu einer stärkeren Konkurrenz der NPO`s um die klassischen Finanztöpfe. Die „Produktion von Dienstleistungen“ ist auf Grund des Tripelmandates (Staat, Klient und Fachlichkeit) der Sozialen Arbeit komplizierter, anders als die von Sachgütern und auch nur eingeschränkt rationalisierbar. (Blog Artikel  hier klicken) Die Zeiten, in denen öffentliche Mittel leicht zu erhalten waren und in genügender Menge zur Verfügung standen, gehören leider der Vergangenheit an. Die öffentliche Hand als Kostenträger, fördert die betriebswirtschaftlichen Strukturen, weil eine Orientierung hin zu Marktmechanismen in der sozialen Arbeit  eine kostengünstigere Leistungserbringung verspricht.

Die Sozialarbeitenden wollen in der Regel den Ansprüchen ihres Arbeitgebers genügen und müssen dahingegen ihrer Fachlichkeit gerecht werden, den Vorgaben des Staates entsprechen und darüber hinaus auf die Bedürfnisse ihrer Klienten eingehen.

Die Sozialarbeitenden sind gut darin beraten,  sich neues Handwerkszeug für eine neue Selbstkompetenz anzueignen, ganzheitlich zu denken und Visionen zuzulassen. Kollege Hendrik Epe  hat einen anregenden Artikel dazu verfasst: 4 Gründe, warum sich Sozialarbeiter mit Selbstmanagement beschäftigen müssen.

Die Kliniken Heiligenfeld (Klinikgruppe Heiligenfeld mit dem Schwerpunkt psychosomatischer Behandlung) und das niederländische Unternehmen „buurtzorg“ (Häuslicher Pflegedienst) sind gute Vorbilder für neue Organisationsformen im NPO bzw. im sozialen Bereich mit hoher Mitarbeitermotivation. Innerhalb dieser Organisationen ist ein Umdenken längst Wirklichkeit geworden. Bei dem niederländischen ambulanten Pflegeanbieter Buurtzorg wird der Kundennutzen (das Bedürfnis der Patienten) vor Strukturanpassung und Kosteneinsparung gerückt und Pfleger und Krankenschwestern haben begonnen, sich selbst zu organisieren. Heute ist Buurtzorg eine Organisation mit ca. 9.000 Pflegekräften, die immer noch und nahezu ausschließlich in Gruppen von zehn bis zwölf Pflegern funktioniert. Die Firmenzentrale besteht aus 28 (!) Mitarbeitern, die für Verwaltungsaufgaben da sind und die die Kommunikation zum staatlichen Sozialversicherungssystem organisieren. Für je 40 bis 50 Teams gibt es außerdem einen Berater, der den Gruppen bei Problemen hilft.

Ich glaube, dass eine Öffnung zu Innovationen, Konzeptentwicklungen mit den Mitarbeitenden
und deren Umsetzungen unabdingbar sind, damit die Sozialarbeitenden „und“ die Organisationen der Sozialen Arbeit eine Chance haben,  sich weiter zu entwickeln.

Mitarbeitende der Sozialen Arbeit möchten nicht nur ihren „Job“ machen, sondern eine sinnerfüllende Arbeit nachgehen und in ihrer ganzen Persönlichkeit wahrgenommen werden. Die Organisationen der Sozialen Arbeit können Raum geben und evolutionäre Prozesse und die Entwicklung von Selbstführung zulassen

Frederic Laloux  hat DAS Grundlagenbuch geschrieben. „Reinventing Organizations: Ein Leitfaden zur Gestaltung sinnstiftender Formen der Zusammenarbeit“. Er zeigt auf, wie  eine integrale Organisationsentwicklung möglich ist. In seinem mitreißenden Vortrag, analysiert und bescheibt er, dass auch soziale Organisationen ganzheitlich, selbst-organisierend und sinnerfüllend agieren können. Laloux sieht Organisationen als lebende Organismen bzw. als lebendige Systeme an. „Das Leben hat in all seiner evolutionären Weisheit Ökosysteme von unfassbarer Schönheit geschaffen, die sich ständig zu neuen Ebenen von Ganzheit, Komplexität und Bewusstsein entwickeln. In der Natur gibt es ständig und überall Veränderungen“.  Die grundsätzlichen Neuerungen dieser evolutionären Organisationsform finden sich in den Bereichen Selbstmanagement, Ganzheitlichkeit und im evolutionären Zweck. Die Organisationen besitzen nach Laloux einen evolutionären Drang, sich zu erneuen. Dafür braucht es keine zentrale Autorität.

Die zentralen Ideen und Erkenntnisse von Frederic Laloux, die er in seinem Buch „Reinventing Organizations“ verfasst hat, stoßen weltweit auf eine sehr positive Resonanz. Das Buch gibt Hoffnung und bietet ganz konkrete Hilfe zur Lösung der Probleme, die wir an der Schwelle von der Postmoderne zu einem neuen Zeitalter erleben, in denen die traditionellen oder modernen Organisationsformen den Anforderungen und Bedürfnissen der Menschen nicht mehr gerecht werden.

Frederic Laloux hat mit „Reinventing Organizations“ das Grundlagenbuch für die integrale Organisationsentwicklung verfasst.

„Die Breite sowie Tiefe seiner Analyse und Beschreibung  ganzheitlich,  selbstorganisierend und  sinnerfüllend operierender Unternehmen – ist einzigartig.
Das erste Kapitel des Buches gibt einen Überblick über die historische Entwicklung von Organisationsparadigmen, bevor im zweiten Kapitel Strukturen, die Praxis und die Kultur von Organisationen, die ein erfüllendes und selbstbestimmtes Handeln der Menschen ermöglichen, anhand von ausgewählten Beispielen vorgestellt werden. Auf die Bedingungen, Hindernisse sowie Herausforderungen bei der Entwicklung dieser evolutionären Organisationen wird in Kapitel 3 eingegangen. Hier entwirft Frederic Laloux einen Leitfaden für den Weg hin zu einer ganzheitlich orientierten und sinnstiftenden Organisation.“  Verlag Vahlen mit Leseprobe: http://www.vahlen.de/productview.aspx?product=14174799

Die einzelnen Unternehmer / Geschäftsführer / Manager der Organistion nennt Laloux „CEO„.

Bei einer Einführung von „Reinventing Organizations“  kann sich der CEO Fragen stellen:
– Wie denke ich über Veränderungen in sozialen  Organisation?
– Wie gehe ich mit meinem Bedürfnis nach Kontrolle um?
– Es gibt keinen richtigen Weg anzufangen.
– Der Energie folgen.
– Kann ich der Selbstkorrektur der Organisation vertrauen?

Laloux beschreibt zahlreichen Rollen des CEO: „Den Raum halten“.  Was kann ich dazu beitragen, dass sich die Mitarbeiter*innen, Prozesse und Dinge in der Organisation, für die ich verantwortlich bin, tatsächlich lebendig entwickeln? Bei Buurtzorg kommuniziert der CEO mit seinen Kollegen über einen internen Blog. Bei anstehenden Entscheidungen fragt er öffentlich um Rat und hat so einen Entscheidungsprozess geschaffen, der im Idealfall innerhalb von 24 Stunden zu Ergebnissen kommt, die dann von der ganzen Organisation getragen werden. Allerdings, eins zu eins wird sich das niederländische Modell nicht anwenden lassen. Dazu sind die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland anders, als in den Niederlanden.

Weitere Artikel und Anregungen:

  • Online-Vortragsreihe Impulse zur Mittagspause 1. Paritätischem BrainFood zum Thema „New Work needs Inner Work“ mit Joana Breidenbach, Gründerin von betterplace.org.  Der „Paritätische Baden Württemberg“ hat die Nachlese „BrainFood-to-go„: New Work needs Inner Work von Frau Breitenbach veröffentlicht.  hier dem Link folgen: www.paritaet-bw.de/brainfood
  • Reinventing Organizations: Auf dem Weg zum agilen Altenhilfe-Träger Blog von Maja Roedenbeck Schäfer Blogrecruiting2go.de“ hier dem Link folgen
  • Rezension: New Work needs Inner Work von Blog von Hendrik Epe Blogideequadrat.org“ hier dem Link folgen
  • Nach fünf Jahren New Work (Hintergrundinfo zum Transformationsprozess gibt es hier) steht für Dr. J. Breidenbach eines fest: Eine Sache kommt in den meisten Change-Prozessen zu kurz – jede wirksame und nachhaltige Veränderung findet auch in der inneren Welt eines jeden Menschen statt. Nicht nur in der Welt der äußeren Strukturen und Prozesse – neuer Organigramme, neuer Entscheidungsmatrixen, neuer Wertschöpfungsketten – sondern auch in jedem selbst: Innovation braucht innere Transformation Beitrag bei XING von Dr. Joana Breidenbach bei „xing.com“ hier dem Link folgen. In dem Buch „New Work needs Inner Work“ beschreiben Bettina Rollow und Dr. J. Breidenbach die innere Dimension des Transformationsprozess ausführlicher. bei Beck zu kaufen hier klicken
  • Partizipation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Blog Beitrag von Elke Overhage hier dem Link folgen

Hier kann das Buch „Reinventing Organisations von Federic Lalouxs bestellt werden: hier bei Verlag Vahlen dem Link folgen oder bei Amazon hier Link folgen

Die illustrierte Version ist eine Empfehlung wert: „Eine stimulierende und inspirierende Lektüre!“ Robert Kegan, Harvard University. Illustrierte und kompakte Ausgabe des Bestsellers –> „Reinventing Organizations visuell – Ein illustrierter Leitfaden sinnstiftender Formen der Zusammenarbeit“ zu bestellen bei Verlag Vahlen dem Link Folgen

Innovations- und Experimentierfreude für die Soziale Arbeit

Innovations- und Experimentierfreude für die Soziale Arbeit

Innovations- und Experimentierfreude für die Soziale Arbeit

Die Freie Wohlfahrtspflege ist mit ihren zahlreichen Einrichtungen und Diensten der zweitgrößte Arbeitgeber Deutschlands.

Allerdings ist diese wichtige Arbeit immer stärkeren Herausforderungen ausgesetzt. Auf der einen Seite sinkt das Angebot an fachkundigen Arbeitskräften, insbesondere in ländlichen Regionen. Andererseits steigt durch die demografische Entwicklungen der Bedarf an sozialen Dienstleistungen. Es wird zunehmend schwerer Fach- und Führungskräfte zu gewinnen oder hohe Fluktuationsraten in den Betrieben abzuwenden. So muss die Sozialwirtschaft möglichst schnell neue Lösungsansätze finden, um eine nachhaltige Personalpolitik aufzubauen und einer alternden Belegschaft gerecht zu werden.

Eine Öffnung zu innovativen Sichtweisen, Konzeptentwicklungen mit den Mitarbeitenden und neue Formate sind erfreulicherweise in letzter Zeit  zunehmend zu beobachten. Eine Idee ist: Spaß am Ausprobieren neuer Dinge haben

Experimentierfreude bedeutet gewohnte Wege zu verlassen und mal etwas ganz Neues ausprobieren, auch wenn man nicht weiß, ob es funktionieren wird. Ein Experiment wagen heißt auch, mit Neugier und Phantasie Grenzen zu hinterfragen.

Einige Beispiele für Experimentierräume:

Das Barcamp Format

Ganz anders als bei klassischen Konferenzen bestimmen die Teilnehmenden die Agenda bei einem Barcamp selbst vor Ort und finden so viel Gelegenheit für Austausch und dafür neue Ideen zu entwickeln. Lange Frontalvorträge und PowerPoint-Präsentationen gibt es nicht. Denn neue Ansätze und Konzepte können am besten in einem freien, interaktiven Rahmen besprochen werden. Um maximalen Dialog und Networking auf Augenhöhe zu ermöglichen, duzen sich die Teilnehmenden eines Barcamps auch.

Diakonie Personaler Barcamp 2018

– Personalarbeit strategisch. kreativ. digital.  Wie kann ich in der Personalarbeit neue Ideen einbringen? Diese Frage bewegt viele PersonalerInnen. Ganz egal, ob Du aus dem Personalmanagement, der Personalentwicklung, dem Recruiting oder dem Personalmarketing kommst – Du hast hier die Gelegenheit, eigene Inhalte einzubringen oder schlicht bei Themen und Fragen der anderen TeilnehmerInnen mitzudiskutieren. Es lohnt sich in jedem Fall! Bundesweit treiben diakonische Träger und Einichtungen vor Ort die Modernisierung ihrer Personalarbeit voran. Nun wollen wir uns vernetzen und voneinander lernen.
https://karriere.diakonie.de/diakonie-personaler-barcamp/

Barcamp Soziale Arbeit

SozialCamp 2016 … 60 Leute
SozialCamp 2017 … 120 Leute
SozialCamp 2018 … 180 Leute SozialCamp 2019… rund 170 Personen

SozialCamp 2020 So war das erste rein digitale Barcamp Soziale Arbeit https://sozialcamp.de/2020/11/09/rueckblick-sozialcamp-2020/

SozialCamp 2021 Das Sozialcamp fand  zum zweiten Mal digital statt. Die Themenvielfalt war in der digitalen Variante genau so bunt wie in Präsenz. Es… https://sozialcamp.de/2021/10/14/darum-solltest-du-dich-fuer-das-sozialcamp-2021-anmelden/

„BarCamp 2016“: So werden wir lernen & arbeiten. Das BarCamp ist das Sinnbild dafür wie zukünftig unsere Lern- und Arbeitswelten funktionieren werden.

Die offene Konferenz wird von verschiedenen Caritas-Verbänden veranstaltet und ist für alle Interessierte offen.  Digitalisierung wandelt alle gesellschaftlichen Bereiche: Arbeitswelt, Freizeit, Konsum, Wohnen, soziale Beziehungen und auch die soziale Arbeit. Getrieben wird sie durch technische Innovationen. Wie weit wird der Wandel gehen? Welche Auswirkungen haben diese und andere gesellschaftliche Veränderungen auf die Pflege, Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Wohnungslosenarbeit und andere Arbeitsbereiche? Wo stehen die Verbände und Institutionen, die sich um soziale Arbeit kümmern und sich in diesen Bereichen engagieren? https://sozialcamp.de/

BarCamp Soziale Innovation

Die Digitalisierung von Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen geht in eine zweite Phase. Nicht mehr nur administrative Prozesse werden digital abgebildet, sondern die Hilfesuchenden verbinden sich auf digitalen Wege mit ihren Helfern, Sozialleistungsträgern und untereinander. Digitale Anwendungen werden stärker als bisher Teil des Kernbereichs der helfenden Dienstleistung. Für die Antragstellung, Hilfeplanung, Zuweisung zu Helfern, Dokumentation, Erfolgskontrolle und Evaluation eröffnet dies neue Möglichkeiten. Welche Ideen haben Sie für neue digitale Anwendungen? Welche Randbedingungen sind Ihnen wichtig?      Das BarCamp Soziale Innovation ist eine Veranstaltung der Evangelischen Hochschule Nürnberg in Kooperation mit spectrum sociale – Gemeinschaft für Weiterbildung, Forschung und Beratung in der Sozialen Arbeit e.V. http://www.innovation-sozial.de/

WhatsApp in der Berufsberatung

Die Autorin Maja Schäfer selber ist verantwortlich für die Kampagne „Soziale Berufe kann nicht jeder“ und war die erste in Deutschland überhaupt, die WhatsApp in der Berufsberatung eingesetzt hat. https://blog.soziale-berufe.com/2017/07/10/3-fragen-aus-unserer-whatsapp-karriereberatung/

Recruiting to go für Sozial- und Pflegeeinrichtungen

Das Buch „Recruiting to go für Sozial- und Pflegeeinrichtungen: Sofort umsetzbare Ideen, Tipps und Tools zur zeitgemäßen Personalgewinnung“ von Maja Schäfer enthält viele Praxisbeispiele und Handlungsempfehlungen, die sich leicht adaptieren lassen. Und es behandelt alle relevanten Themen und Trends: Vom „Klassiker“ Stellenanzeige, über Karriere-Website bis hin zu den Trend-Themen Active Sourcing, Matching, digitale Mitarbeiterempfehlungsprogramme oder mobile Recruiting. https://recruiting2go.de/2017/01/12/recruiting-to-go-fuer-sozial-und-pflegeeinrichtungen/

Die ConSozial

Die Non-Profit-Veranstaltung findet jährlich im Herbst in Nürnberg statt. Die jährlich über 5000 Besucher der ConSozial sind v. a. Führungs- und Fachkräfte aus sozialen Einrichtungen und Verbänden sowie Sozialverwaltungen, Lehrende aus dem Bereich der sozialen Berufe, Sozialwissenschaftler sowie Studierende.  Themen sind Networking, Am Puls des Sozialen, Akteure aus allen Arbeitsfeldern der Sozialwirtschaft, Ideenschmiede „Was bewegt die Welt der Sozialwirtschaft von morgen?“ Deutschlands größte KongressMesse für den Sozialmarkt wird veranstaltet vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.  https://www.consozial.de/

Social Media in der sozialen Arbeit?

Eine Kommunikations- und Arbeitskultur wie sie in digitalen sozialen Netzwerken praktiziert wird, sollte meines Erachtens in den Alltag in sozialen Organisationen etabliert werden. Sozialarbeitende sind Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und Experten für ihren jeweiligen Arbeitsbereich der Sozialen Arbeit und für die Arbeitgeber und Klienten der Wohlfahrt gegenüber des Gemeinwesens. Ein schöner Artikel von Sabine Depew: https://zeitzuteilen.blog/2015/12/10/social-media-in-der-sozialen-arbeit/

Neben den Mitarbeiter*innen für Öffentlichkeitsarbeit, können Mitarbeitende aus anderen Bereichen der Diakonie und Kirche als sogenannte Botschafter und Botschafterinnen der „Message“ fungieren und sich dabei auch selbst etwas Gutes tun. Artikel „Diakoniesonntag 2021 Diakonie und Kirche bzw. Gemeinde – Partnerinnen vor Ort