Was hat Dankbarkeit mit Selbstwirksamkeit zu tun

Was hat Dankbarkeit mit Selbstwirksamkeit zu tun

Früher dachte man, dass ein erwachsenes Gehirn kaum noch neue Verdrahtungen bildet.

Patienten die z.B. einen Schlaganfall erlitten und bei denen man zuvor davon ausging, dass die Zerstörung bestimmter Gehirnbereiche irreversibel, also unumkehrbar ist, wurden viele Jahre gar nicht gefördert, da man davon ausging, das dies ohnehin nichts nützt.

Mittlerweile ist wissenschaftlich anerkannt, dass Menschen bis ins hohe Alter ganze Gehirnbereiche neu formieren können.

Andere Gehirnbereiche sind in der Lage, die durch den Schlaganfall geschädigten Teile zu übernehmen.

Wenn wir bestimmte Dinge nicht tun, dann bilden sich die synaptischen Verbindungen zurück. Wenn wir etwas neues Lernen, bilden sich in den für das Lernen zuständigen Regionen neue Verbindungen. (Neuroplastizität des Gehirns Das Gehirn lernt immer)

„Selbstwirksamkeit“

Selbstwirksamkeit bezeichnet den Glauben daran, dass man nicht nur die Kraft (Selbstvertrauen) hat, etwas Bestimmtes zu ändern, sondern auch die Möglichkeit, weil es im eigenen Einflussbereich (Selbstwirksamkeit) liegt.

Unter Selbstwirksamkeit (self-efficacy beliefs) versteht die kognitive Psychologie die Überzeugung einer Person, auch schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können. Geprägt wurde der Begriff von dem amerikanischen Psychologen Albert Bandura.

Seit vielen Jahren ist die positive Wirkung von Selbstwirksamkeit auf Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit bekannt. Es ist einer der Schlüssel für ein gesundes und glückliches Leben.

Damit meine ich nicht: Jeder ist seines Glückes Schmied

Es kommt darauf an, was man unter Verantwortung versteht.

Zum Beispiel kann ein Mensch bei einem schweren Unfall eine Behinderung erleiden. Hier kommt wohl niemand darauf, etwas falsch gemacht zu haben bzw. sein Glück eben nicht richtig geschmiedet zu haben.

Wer die Eigenverantwortung in dieser Weise missversteht, will nicht wissen, dass jeder auch ohne eigenes Zutun Pech haben kann.

Dankbarkeit

Ein Rollstuhlfahrer, der Unterstützung erfährt, kann sagen, dass er nach einem Unfall mit neuen Herausforderungen konfrontiert ist und z.B. an paralympischen Wettkämpfen teilnimmt.

Diese Menschen mit Behinderung schmieden sich ggf. neues Glück, sicher auch im Alltag und ermuntern damit andere, ein Gleiches zu tun.

Denken wir bestimmte Gedanken regelmäßig, werden im Gehirn stärkere synaptische Verbindungen angelegt.

Dankbarkeit kann bedeuten, dass wir schauen, welche guten Dinge in negativen Erfahrungen stecken, da bekanntlich alle Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven angeschaut werden können.

Wenn wir dankbar sind, für das was wir erreicht haben, richten wir unseren Fokus auf die Dinge in unserem Leben, in denen wir erfolgreich waren, die wir geschafft und verwirklicht haben. Mit diesem Bewusstsein, dass wir ja schon einiges geschafft haben, bauen wir Überzeugungen auf, auch in Zukunft einiges schaffen und erreichen zu können. Wir entwickeln Selbstwirksamkeit und fördern damit unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.

Dankbarkeit hilft beim Umgang mit Stress, weil sie uns erlaubt belastende Erlebnisse in einem neuen Licht zu sehen und dadurch besser zu bewältigen. Es kann helfen zu erkennen, was andere Menschen in unserem Leben für uns getan haben. Wir können auch dankbar dafür sein, wenn wir andere Menschen unterstützen und dabei ein gutes Gefühl haben. Dankbarkeit kann also sogar soziale Bindungen stärken.

Selbstwirksamkeit lässt sich steigern!.

Übung

Auch in der Psychotherapie spielt das Thema Dankbarkeit mittlerweile eine große Rolle. Klient*innen sind eingeladen, ein Dankbarkeitstagebuch zu schreiben, z.B. abends 3 gute Dinge zu notieren.

Für Beschäftige in der Sozialen Arbeit kann diese Fokussierung auch länger geübt werden. Tolle Übung für alle!

Seid dankbar für das was du schon erreicht hast und werde zuversichtlicher, dass dir das auch in Zukunft gelingen wird. Dann hast du auch gute Chancen, das Leben zu leben, was du dir vorstellst.

Literatur. Bandura, Albert (1997). Self-efficacy: The exercise of control. New York: Freeman

Zur Messung der allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung liegt eine Skala von Jerusalem und Schwarzer in 30 Sprachversionen vor (www.fu-berlin.de/gesund)

Anregungen und Beiträge (elkeoverhage)

Diakoniesonntag 2021 Diakonie und Kirche bzw. Gemeinde – Partnerinnen vor Ort

Die beiden Diakoniesonntage von 2019 und 2021 fand ich besonders gelungen.

Teil 1: Diakoniesonntag 2019 Motto Diakonie mit Dir bot beeindruckende Beispiele für Nächstenliebe

Die Kreuzkirche in Dortmund-Berghofen war am Sonntag, 8. September, Gastgeber des Diakoniesonntags 2019, zu dem das Diakonische Werk Dortmund und Lünen und der Evangelische Kirchenkreis einluden.
„Diakonie lebt davon, dass Menschen Nächstenliebe aktiv leben – ehrenamtlich oder hauptamtlich, im Diakonischen Werk und in den Gemeinden“, erklärte Diakonie-Geschäftsführer Pfarrer Niels Back. In dem Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrerin Dr. Sabine Breithaupt-Schlak standen zahlreiche Beispiele für diakonische Arbeit im Mittelpunkt: Neben dem Flüchtlingsstammtisch Berghofen und dem lokalen Repair-Café präsentierten die Suppenküche Wichern, die jede Woche Menschen im Dortmunder Norden kostenlos mit einem Mittagessen versorgt, das Wellinghofer Café Atempause – ein Angebot der Diakonie für Angehörige von Menschen mit Demenz – sowie das Haus am Lohbach von Bethel.regional eindrucksvoll ihre Arbeit den rund 200 Besuchern des Gottesdienstes. Die unterhaltsamen Darbietungen ihrer Inhalte reichten von kurzen Schauspieleinlagen über ein Trommelkonzert bis zum überraschenden Selbsttest in Sachen Deutsch für Zugewanderte.

Musikalisch begleitet wurde der Diakoniesonntag von der Band „Inklufusion“ – einem inklusiven Musikprojekt von Bethel.regional. Anschließend bot ein Mittagsimbiss die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist diakoniesonntag-2019-diakonie-mit-dir-impressionen.jpg.

Ein Youtube Video bitte auf die URL klicken –> https://youtu.be/5W040JMEiEs Filmchen mit meinen persönlichen Eindrücken vom Diakoniesonntag 2019

Teil 2: Diakoniesonntag 2021 Diakonie und Kirche bzw. Gemeinde – Partnerinnen vor Ort

Die Ev. Stadtkirche St. Georg in Lünen war am Sonntag, den 19. September, Gastgeber des Diakoniesonntags 2021, zu dem das Diakonische Werk Dortmund und Lünen und der Evangelische Kirchenkreis unter der Leitung von Gemeindepfarrer Udo Kytzia und Diakonie-Geschäftsführer Pfarrer Niels Back einluden.

Motto des DiakonieSonntags war „Diakonie und Gemeinde Partnerinnen am Sankt-Georg-Kirchplatz“.

Was bedeutet diese Nähe für die diakonische Arbeit vor Ort mit wohnungslosen und psychisch kranken Menschen?

Wie prägt diese Nähe das Leben der Gemeinde?

In einem gottesdienstlichen Rundgang wurde der Partnerschaft nachgegangen.

Die Besucherinnen und Besucher des Diakoniesonntags 2021 nahmen während des Rundgangs die Gelegenheit wahr, die diakonischen Angebote vor Ort zu besuchen und mit den Mitarbeitenden zu sprechen sowie mit Menschen, die hier Hilfsangebote in Anspruch nehmen. Klienten von Wohnungslosenhilfe und der Tagesstätte für Menschen mit einer psychischen Erkrankung erzählten von ihrem Leben und den Hilfsangeboten der Diakonie. In der Sankt-Georg-Kirche berichteten Gemeindemitglieder von den Aktivitäten vor Ort.

Nach dem Gottesdienst war reichlich Zeit für Begegnungen und Gespräche mit den Ehrenamtlichen, Hauptamtlichen und Besuchern der Einrichtungen. Somit waren Gespräche auf Augenhöhe möglich.

Seit vielen Jahren lädt die Diakonie in Dortmund und Lünen zusammen mit dem Ev. Kirchenkreis Dortmund zu einem zentralen Diakoniegottesdienst ein, immer im September, immer in direkter Kooperation mit einer Ortsgemeinde. Sichtbar wird die gelebte Kooperation mit einer evangelischen Ortsgemeinde in Dortmund, Lünen oder Selm und den jeweiligen diakonischen Angeboten vor Ort. Im Jahr 2022 ist die Ev. Kirchengemeinde Dortmund-Brackel Gastgeberin

Social Media

Mir macht es Freude von meinen Erlebnissen in der Öffentlichkeit zu erzählen. Rund 10 Jahre war ich als Sozialarbeiterin für die Diakonie in Lünen tätig. Mein aktueller Wirkungsort ist Dortmund-Nordstadt und Scharnhorst. Für mich ist es erfüllend, bei Social Media gelegentlich von meinen Erfahrungen zum Beispiel bei einem Diakoniesonntag zu berichten. Neben den Mitarbeiter*innen für Öffentlichkeitsarbeit, können Mitarbeitende aus anderen Bereichen der Diakonie und Kirche als sogenannte Botschafter und Botschafterinnen der „Message“ fungieren und sich dabei auch selbst etwas Gutes tun.

Ein kleines Youtube Video bitte auf die URL klicken –> https://youtu.be/KhF-Y8qiNWk Filmchen mit meinen persönlichen Eindrücken vom Diakoniesonntag 2021

Mein Mini Tiktok Beitrag mit Sound und netten unterhaltsamen Effekten zum Diakoniesonntag bitte auf die URL klicken –> https://www.tiktok.com/@elkeoverhage/video/7009678835444714758

Instagramm 1-Minuten Filmchen DiakonieSonntag Diakonie und Gemeinde Partnerinnen vor Ort bitte auf die URL klicken –> https://www.instagram.com/p/CUCMpgtMmUn/

Eine weitere gern genutzte Möglichkeit ist Google Maps mit eigenen Fotos vom Smartphone etc., Bewertungen oder Rezensionen von besuchten Orten. Bitte auf die URL klicken –> https://www.google.com/maps/contrib/108136280828421828024/

Eine schöne Zeit, inne halten und Erfüllung von Wünschen

„Frohe Weihnachten, ein entspanntes Fest und einen guten Rutsch“

  • Wünsche Euch und mir Rücksichtnahme und ein friedliches Gefühl.
  • Wünsche das Menschen mehr aufeinander zugehen, ohne Scheren im Kopf, weil die Anderen einen anderen Glauben, eine andere Hautfarbe, vermeintlich nicht „so gut funktionieren“ oder Hemmnisse haben.
  • Wünsche weniger brachiale Kommunikation.
  • Wünsche ein Zusammenleben ohne angebliche Sündenböcke.
  • Wünsche, dass wir die kleinen Dinge und das Einfache zu schätzen wissen.
  • Wünsche, dass wir Menschen erkennen, dass wir alle Weltenbürger sind und nur für kurze Zeit Gäste auf diesem Planeten sind und nicht sinnlos unsere Umwelt zerstören.
  • Wünsche das wir sehen, was wir den nächsten Generationen hinterlassen.
  • Wünsche, dass wir ein Bewusstsein haben, dass wir im Paradies leben können, wenn wir unsere Gier und Sucht nach Macht besser kontrollieren und bereit sind Verzicht zu üben.

Das sind meine Wünsche in dieser Zeit!

Gerade in diesen Tagen sollten wir inne halten und uns Fragen, was wirklich wichtig ist und welchen Beitrag ich, du bzw. wir selber leisten können, um diese Wünsche wahr werden zu lassen.

Was sind Deine Wünsche?

Tik Tok Sound zum Artikel Christmas is waiting for you Musik Belair

gleichzeitig drinnen und draussen sein Haltung zeigen

Das Foto steht für „gleichzeitig drinnen und draussen sein“ Beispielsweise durch Meditation kann diese Haltung vertieft werden, wenn es unser Wunsch ist.

Damit meine ich, dass Du als Berater der Sozialen Arbeit bei dem anvertrauen Klienten im Gespräch sein kannst und dennoch im Kontakt mit Dir selbst.

Vielleicht ist es schwer fassbar, was ich meine?
Alle Welt spricht von Achtsamkeit. Das ist großartig, denn es herrscht eine allgemeine Sehnsucht, ja Hunger nach etwas, was wir für ein erfülltes Leben brauchen.
Es geht um die Bereitschaft oder Fähigkeit, in unserem Leben anwesend zu sein, im Hier und Jetzt präsent zu sein. In den Augenblicken, in denen uns dies gelingt, spüren wir uns und können offen sein für die Begegnung auf Augenhöhe mit unseren Klienten. In dieser Haltung gelingt eine wechselseitige Resonanz, die Basis ist für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Es ist nicht statisch, sondern kann sich von Kontakt zu Kontakt wiederholen.
Wie kommt Ihr zu einer Resonanz mit Euren Klienten in der Sozialen Arbeit?

Meditation führt zur Haltung: „Sich selbst Heimat werden“. Ich bin auf dem Weg, in mir selbst eine Heimat zu finden. Ein Weg mit Meditation, Reflektion, Loslassen von Überholtem, Klarheit, Verständnis, Geduld und einer Kraft, die zu einer inneren Haltung führt. Daher bin ich relativ frei. Das führt vermehrt dazu, auch anderen Menschen das gleiche Recht zu gewähren. Für mich ist es gegenüber meinen Klienten wichtig, ihre Wünsche zu berücksichtigen. In meinen Job sind die Klienten häufig mit Sanktionen des Jobcenters bzw. der Gesellschaft konfrontiert. Die Förderung hingegen kommt in dem System meines Erachtens zu kurz. Zum Beispiel bringen Menschen aus ihren im Heimatland erworbenen Kompetenzen mit nach Deutschland. Die Wertschätzung dessen, halte ich für wichtig. Da ich eine innere Heimat habe, kann ich auch die anvertrauten Klienten ganz gut so akzeptieren, wie sie sind. Eine innere Unabhängigkeit ist mir wichtig. Durch diese Haltung ist ein Kontakt auf Augenhöhe insgesamt einfacher…

Bereits ein einfaches „In-Sich-Hineinhorchen erweitert unser Erleben“. Wir gelangen auf eine andere Ebene, werden gelöster und offener. Die Vernunft gibt ihre Vorherrschaft über uns auf. Wir haben unsere Aufmerksamkeit vertieft, indem wir in uns hineinspüren…

Hinter den Wolken des Nichtwissens wohnt eine Kraft, die ausreicht, alles Eis der Welt in einen Sturzbach des Lebens zu tauen. (Sich selbst zur Heimat werden, Rüdiger von Roden, Verlag Herder, 1987)

Ich wünsche allen einen schönen 4. Advent. Das Foto ist in der Tür der Propsteikirche St. Peter und Paul, Untere Marktstraße in Bochum entstanden. Für uns: Wie es drinnen und vor allem in uns aussieht, haben wir selbst in der Hand. Wenn wir eine achtsame Haltung pflegen, dann erscheint uns das Äußere anders.

Die Soziale Arbeit hat ein dreifaches Mandat Das Tripelmandat

Ich gehe als beruferfahrene Sozialarbeiterin nicht vom „Doppelten Mandat“, sondern vom „Tripelmandat“ nach Staub-Bernasconi aus. Die Profession Soziale Arbeit muss miteinbezogen werden, nicht nur Staat und Kient*in.

Das Tripelmandat erklärt in 4 Minuten

von Lebensweltenwanderer halte ich für ein ausgesprochen gutes Erklärvideo für Studenten, Studentinnen, aber auch für Interessierte an der Sozialen Arbeit.

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Der Staat schafft durch Gesetze, die wiederum festlegen, welcher NutzerInnengruppe welche (staatlichen) Ressourcen und (staatlichen) Leistungen zu Teil kommen die Handlungsaufträge und die Strukturen, in der sich die Soziale Arbeit bewegt (vgl. Spiegel, 2013, S.2, Methodisches Handeln in der Sozialen Arbeit (5. vollständig überarbeitete Aufl.). München: Ernst Reinhardt.

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Gegenüber diesen staatlichen Handlungsaufträgen, mit welchen auch eine Verpflichtung dem Staat als einem der Auftraggeber (Mandate) des sozialpädagogischen Handelns einhergeht, steht der Handlungsauftrag, welcher von den Nutzern*innen der Sozialen Arbeit selbst ausgeht (vgl. Spiegel H. (2013, S. 26).

Der Begriff Doppeltes Mandat bringt zum Ausdruck, dass Soziale Arbeit einen doppelten Auftrag zu erfüllen hat: Sie muss sich zum einen am Wohl und der Realität der Klient*innen orientieren, sie muss zum anderen aber auch im Auftrag des Staates bzw. der Gesellschaft handeln.

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Das Doppelmandat als Grafik aufbereitet von LebensWeltenwanderer. Diese (strukturellen) Gegebenheiten wurden von Böhnisch und Lösch in dem sogenannten Doppelmandat festgehalten. Ehrhardt, A. (2013). Methoden der Sozialen Arbeiten (2. Aufl.). Schwalbach: Wochenschau Verlag. Das kann schon zu Konflikten führen.

Sozialarbeiterische Praxis ist immer ein Spagat: Sie ist sowohl den Bedürfnissen des Individuums verpflichtet wie auch den Bedingungen und Vorgaben des staatlichen Rechtssystems und der Sozialpolitik.

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Staub-Bernasconi erweiterte dieses Doppelmandat um eine zusätzliche dritte Dimension – der Verpflichtung gegenüber der Profession (vgl. Staub-Bernasconi, S. (2018), S. 114 – 115, Soziale Arbeit als Handlungswissenschaft. Soziale Arbeit auf dem Weg zu kritischer Professionalität (2. Vollständig überarbeitete & aktualisierte Ausgabe). Leverkusen: Barbara Budrich.

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LebensWeltenwanderer hat das TripelMandat in seinem Youtube Video sehr gut  dargestellt.

Mit dem Begriff  Tripelmandat der Sozialen Arbeit wird zum Ausdruck gebracht, dass sich Soziale Arbeit nicht nur zwischen den Ansprüchen von Staat und Klient*in, also Kontrolle und Hilfe, bewegt, was mit dem Doppelmandat erörtert wird, sondern sich auch auf ihre eigene Fachlichkeit als Profession beziehen und berufen muss.

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Von Lebensweltenwanderer Doppel-&Tripelmandat
Die Grundlage der Sozialen Arbeiten Erklärt in 4 Minuten. Das gesamte Video inklusive Beispiel aus der Kinder- und Jugendhilfe + Quellen zum weiter lernen.  https://www.youtube.com/watch?v=XQdduv3NNq0

Diese Erweiterung des Doppelmandats zu einem Tripelmandat, die Soziale Arbeit zur „Menschenrechtsprofession“ macht, wie es Staub-Bernasconi grundlegend formuliert (Staub-Bernasconi 2007a und b), soll sie als politisch unabhängig entwerfen, als Wissenschaft, die nur sich selbst, ihrem Wissen und ihrer Ethik verpflichtet ist.

Solltet Ihr Interesse haben, hier könnt Ihr dem Youtube Kanal von lebensweltenwanderer folgen https://www.youtube.com/channel/UC6BJs_dyjN-rIxvSuH1kGnQ/

Meine Meinung:

Entscheidend ist der Berufsethos der Sozialen Arbeit sowie die Menschenrechte. Die aktuellen Entwicklungen der Ökonomisierung der Sozialen Arbeit hin zur „Sozial-Wirtschaft“ führt zu Problemen seitens der sozial Arbeitenden, der Wohlfahrtsverbänden und der Klienten als Teil der Gesellschaft. Der „Socialworker“ kommt damit in einen Rollenkonflikt

Innerhalb der beruflichen Tätigkeit ist es enorm wichtig, sich die Beruf-Ethik der Sozialen Arbeit immer wieder zu vergegenwärtigen. Durch den Druck der Ökonomisierung darf sich die Profession nicht zum Handlanger des Staates machen. Leider werden Klienten insbesondere durch das System Hartz IV mehr gefordert, als gefördert. Die Sozialarbeitenden können bei ihrer Tätigkeit dafür sorgen, dass ein Ausgleich im Sinne der finanzielle Benachteiligten und manchmal bildungsfernen Menschen gewährleistet wird. Die Soziale Arbeit ermöglicht eine bessere Teilhabe/ Teilnahme an der Gesellschaft.

Das Gespräch und der Umgang auf „Augenhöhe“ mit Klienten und Sozialarbeitenden ist ein wichtiges Instrument, um den Ausgleich zu gewährleisten …

Anregungen:

  1. Im sozialen Bereich hat die Haltung der Sozialarbeitenden viel mit der Potenzialentfaltung der Anvertrauten zu tun. Blog Artikel hier klicken Welche Geisteshaltung hast Du? Blog Artikel „Soziale Arbeit mit Zukunft Die professionelle Haltung“ Blog Artikel hier klicken
  2. Vernetzung und Austausch bereichert. Die Methode Working Out Loud und Teilnahme an einen WOL Circle habe ich getestet und für die Soziale Arbeit für gut befunden. Blog Artikel hier klicken  Die Gruppe “Soziale Arbeit mit Zukunft“ dient der Sammlung und Diskussion von neuen Ansätzen Sozialer Arbeit. Blog Artikel hier klicken
  3. Wertschätzung in Form von angemessener Entlohnung ist in der Sozialen Arbeit bedeutsam. Also ist es sinnvoll bei der eigenen Berufswegeplanung die Eingruppierung, Lohnstufe und das Tarifsystem zu berücksichtigen.  Wieviel ist Deine Arbeit wert?
  4. Eine andere Art der selbstbestimmten Belohnung kann für Dich auch von Interesse sein. Das Thema bessere Entlohnung der Sozialen Arbeit, eine passendes work life flow. Blog Artikel hier klicken
  5. Ein Arbeitgeber kann Mitarbeiterangebote zur Verfügung stellen. Der Fachkräftemangel kann auch eine Chance oder ein Glücksfall für Bewerberinnen und Bewerber sein. Blog Artikel hier klicken. Blog Artikel zum Thema „Gesundheitsmanagement und engagierte Mitarbeitende“ hier klicken
  6. Benefits und Angebote für die Angestellten sind zeitgemäß. Man nennt sie freiwillige betriebliche Zusatzleistungen, Mitarbeiter Benefits oder Arbeitgebervorteile. Welche Angebote brauchst Du, um auf Dauergesund und leistungsfähig zu bleiben? Super Artikel zur Umfrage von an der ich teilgenommen habe. Blog
  7. Talente im eigenen Unternehmen sind meines Erachtens häufig zu finden. Die richtigen Beschäftigten an der richtigen Stelle einzusetzen, ist hingegen eine Kunst. Für Beschäftigte ist eine Einschätzung der eigenen Talente und die Sichtbarmachung der Erfolge äußerst wichtig. Die Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können dokumentiert werden.  Ein Gespräch zu Deinen Aufstiegswünschen und benötigten Arbeitsbedingungen mit der Vorgesetztenebene sollte meines Erachtens zur Normalität gehören. Artikel „HighPotenzials ein Gewinn?“ hier klicken.
  8. Digitalisierung in der Sozialen Arbeit benötigt schnelle und nachhaltige Lösungen für hilfebedürftige Menschen und tolle bedarfgerechte Konzepte. Wie können Ideen entwickelt und bewältigt werden? Blog Artikel zu Design Thinking als Methode zur Innovationsentwicklung hier klicken Auch Coworking-Spaces können für die klassischen Träger praktikabel sein Blog Artikel hier klicken. An einem Barcamp habe ich teilgenommen. Dieses Format ist absolut zu empfehlen. Blog Artikel hier klicken Den Vortrag von Frederic Laloux „wie sich lebendige, vitale Organisationen schaffen lassen …“ beim Lernforum Großgruppenarbeit 2016, finde ich super Blog Artikel hier klicken.
  9. Das Betriebsklima beschreibt die Eigenschaften und Attribute eines Betriebes. Studien belegen seinen Einfluss auf die Gesundheit – sowohl der einzelnen Beschäftigten als auch der Organisation als Ganzes. Denn ein gutes Betriebsklima geht einher mit einer Reihe von grundlegenden Werten, die gleichermaßen leistungsfähige Betriebe auszeichnen Blog Artikel hier klicken
  10. In einer immer komplexer werdenden Welt, kommen die alten Führungssysteme, Methoden und Abläufe an ihre Grenzen. „Partizipation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ finde ich persönlich super. Wie ist eine Partizipation bei Euren Organisationen und Träger möglich? Möchtest Du partizipieren? Welche Rahmenbedingungen müssen erfüllt sein, damit eine Teilhabe möglich ist. blog Artikel hier klicken

Meine Meinung zu Systemsprenger

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Die Uraufführung des Films „Systemsprenger“ fand am 8. Februar 2019 im Wettbewerb der 69. Berlinale statt. Der Film gewann eine Reihe von deutschen sowie internationalen Film- und Festivalpreisen. 2020 wurde das Sozialdrama mit acht Deutschen Filmpreisen ausgezeichnet, u. a. in den Kategorien Bester Spielfilm, Beste Regie und Bestes Drehbuch sowie für die beiden Hauptdarsteller Helena Zengel und Albrecht Schuch.

Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Die wilde Neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder bei ihrer Mutter wohnen! Doch Bianca hat Angst vor ihrer unberechenbaren Tochter. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist, versucht der Anti-Gewalttrainer Micha, sie zu erreichen.

Das Kind ist eigentlich lebendig, kontaktfähig, liebevoll und zuwendungsbedürftig. Sie ist teilweise schon zerbrochen, aber immer noch erreichbar. Wenn da nicht ihre regelmäßigen, unvorhersehbaren, gefährlichen Tobsuchtsanfälle wären… Als Grund dafür wird ein Trauma in ihrer Säuglingszeit angedeutet, das ihr wohl von ihrer Mutter zugefügt wurde, die in diesem Film genial gut vorgeführt wird als eine Frau, die ihre drei Kinder liebt, aber überfordert ist. Die Mutter von Benni sucht sich selbst defizitäre, unempathische Männer, die für ein Familienleben ungeeignet sind.

Die Mutter lässt Benni im Stich und taucht mit einem inneren Zwiespalt zwischen Abweisung und Nähe zulassen, ausgerechnet immer dann auf, wenn die Erzieher und Sozialarbeiter gerade Bennis Vertrauen gewonnen haben.
Was dann am Ende zum Verhängnis wurde für das Mädchen, das vor allen Dingen sehr an ihrer Mutter hängt- mit ihr und ihren Geschwistern leben will – und durch deren ewiges Hin und Her schlussendlich endgültig zerbrochen wird. Gegen eine kindliche, hilflose und ambivalente Mutter kommen auch die Erzieher und Sozialarbeiter nicht an.

Frau Bafane vom Jugendamt mit großer Empathie, Authentizität und professionellem Know-how verliert zum Ende des Films ihre Haltung, weil sie die Ohnmacht dieses Systems nicht sprengen kann.  In einem verzweifelten Versuch engagiert die warmherzige Frau Bafané vom Jugendamt einen Anti-Aggressions-Trainer für Benni. Obwohl er bei der Erlebnispädagogik an seine Grenzen stößt, lässt sich Benni auf ihn ein und er findet Zugang zu ihr. Micha ist Quereinsteiger mit aus eigener Erfahrung geschultem Vermögen, der nur als ihr Schulbegleiter fungieren soll, von ihrer Not aber so getriggert wird , dass er sich ihrer mutig annimmt und sie am Ende auch erreicht. Benni schafft es mit seiner Hilfe und den anderen Unterstützer, fast…

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Kommentar: „So wahr! Ich arbeite seit 8 Jahren als Sozialarbeiterin in der Sozialpsychiatrie, habe aber auch in einer Inobhutnahmestelle, Jugendwohngruppen der Hilfen zur Erziehung und beim Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes gearbeitet. Und ich bin so dankbar für diesen Film und darüber, dass offensichtlich endlich eine neue Debatte entsteht. Ich mache aktuell neben der Arbeit noch den Master in Sozialer Arbeit und in fast jedem unserer Seminare haben wir Bezugspunkte zum Film. Es ist so spannend und schön zu sehen wie Kunst wirken und bewegen kann. Danke für die Hilfe Soziale Arbeit in ein echteres Bild zu rücken. Danke an Nora und alle die an diesem Film mitgewirkt haben. Ihr bewegt damit mehr, als es auf vielen anderen Ebenen bisher möglich war!“

Kommentar: „Sehr realitätsnah… zur Zeit betreuen wir mit meinem Kollegen“ Systemsprenger“, die in dieser „Coronakrise“ nicht untergebracht werden können. Die Wohngruppen sind überlastet… es ist also absolut die Realität, dass es solche Fälle gibt!!!! Leider!“

Erfolgreiche Hilfe

Prof. Dr. Mathias Schwabe, Professor für Soziale Arbeit:

  • (Wann und wie) Lässt sich das „Scheitern“ von Erziehungshilfen voraussagen und beeinflussen?
  • Welche „Mächte“ können stärker sein als „professionelles“ Bemühen?
  • Wie viel „Glück“ (d. h. nicht-machbares wie Genialität, Zufall, Fügung, Schicksal) braucht es, damit sich „verfahrene“ Hilfen zum „Guten“ wenden können?

Erfolgreiche Hilfe zeichne sich zum einen dadurch aus, dass es zwischen Helfern und dem Kind zu einem Verstehensprozess komme, sagt Pädagoge Baumann (Bereichsleiter beim Leinerstift e.V., Evangelische Kinder-, Jugend- und Familienhilfe und Professor für Intensivpädagogik an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf): „Im Sinne von: Ich sehe wie es dir geht und ich sehe, dass du mir etwas sagen willst.“ Weitere Faktoren seien klare Grenzen, dass eine Beziehung entstehe und dass Kinder durch Bildung eine Perspektive erhielten.

Der Film soll betroffen machen

Regisseurin Nora Fingscheidt viele Antworten, aber keine endgültigen. Es gelingt ihr durch feinste Personenzeichnung, das Dilemma überzeugend darzustellen, in dem jeder einzelne der Beteiligten steckt – am tiefsten natürlich Benni. Sie will Nähe, hat aber schon früh schmerzvoll lernen müssen, dass Bindungen nicht immer von Dauer sind.

„Wo war Mama?“ – „Das weiß ich nicht. Aber ich sag Dir sofort Bescheid, wenn ich’s weiß, ja?“ – „Du bist so lieb, Frau Bafané!“ – „Du auch.“

Realität Soziale Arbeit

Der berufliche Alltag von Soziale Arbeit als Beruf, besteht sicherlich nicht aus Dauerkrisen und Alarme, sondern aus Verwaltungsarbeit, das Regeln von Formalien und einem insgesamt routinierten Alltag. In diesem Film ist Einiges überzeichnet. Dennoch ist es für die Profession der Sozialen Arbeit sinnvoll, dass ein Sozialdrama von sehr vielen Menschen gesehen wurde und viel Aufmerksamkeit erhält.

Die strukturelle Realität ist leider so, dass viele überlastete Kollegen in Behörden überfordert sind: Wenn ein Sozialarbeiter 80 bis 90 Fälle bzw. Familien verwalten muss, dann können wir nicht mehr von Qualität reden.

Kommentar auf DGSA Blog Soziale Arbeit:  „Hilfeinstitutionen der Sozialen Arbeit und Pädagogik sind gefordert, sich als Organisationen zu verstehen, die zwar systemisch Handeln, aber nicht ausschließlich Systemlogiken unterliegen. Dies bedeutet, die Rahmenbedingungen zu analysieren und Veränderungspotentiale, die durch Menschen gestaltbar sind, auszumachen. Mit systemisch Handeln ist gemeint, dass diese nicht kausal beeinflussbar sind, ebenso wenig wie das menschliche Handeln selbst. Es kann aber als Mensch, insbesondere als professionelle Fachkraft, Verantwortung übernommen werden. Diese Verantwortung umfasst vor allem das eigene und institutionelle Handeln an, mit und gegenüber Kindern. “ https://www.blog.dgsa.de/systemsprenger-oder-wie-hilfen-besser-gelingen-konnen-gedanken-zum-spielfilm-systemsprenger

Anregungen:

  1. Im sozialen Bereich hat die Haltung der Sozialarbeitenden viel mit der Potenzialentfaltung der Anvertrauten zu tun. Blog Artikel hier klicken Welche Geisteshaltung hast Du? Blog Artikel „Soziale Arbeit mit Zukunft Die professionelle Haltung“ Blog Artikel hier klicken
  2. Vernetzung und Austausch bereichert. Die Methode Working Out Loud und Teilnahme an einen WOL Circle habe ich getestet und für die Soziale Arbeit für gut befunden. Blog Artikel hier klicken  Die Gruppe “Soziale Arbeit mit Zukunft“ dient der Sammlung und Diskussion von neuen Ansätzen Sozialer Arbeit. Blog Artikel hier klicken
  3. Wertschätzung in Form von angemessener Entlohnung ist in der Sozialen Arbeit bedeutsam. Also ist es sinnvoll bei der eigenen Berufswegeplanung die Eingruppierung, Lohnstufe und das Tarifsystem zu berücksichtigen.  Wieviel ist Deine Arbeit wert?
  4. Eine andere Art der selbstbestimmten Belohnung kann für Dich auch von Interesse sein. Das Thema bessere Entlohnung der Sozialen Arbeit, eine passendes work life flow. Blog Artikel hier klicken
  5. Ein Arbeitgeber kann Mitarbeiterangebote zur Verfügung stellen. Der Fachkräftemangel kann auch eine Chance oder ein Glücksfall für Bewerberinnen und Bewerber sein. Blog Artikel hier klicken. Blog Artikel zum Thema „Gesundheitsmanagement und engagierte Mitarbeitende“ hier klicken
  6. Benefits und Angebote für die Angestellten sind zeitgemäß. Man nennt sie freiwillige betriebliche Zusatzleistungen, Mitarbeiter Benefits oder Arbeitgebervorteile. Welche Angebote brauchst Du, um auf Dauergesund und leistungsfähig zu bleiben? Super Artikel zur Umfrage von an der ich teilgenommen habe. Blog
  7. Talente im eigenen Unternehmen sind meines Erachtens häufig zu finden. Die richtigen Beschäftigten an der richtigen Stelle einzusetzen, ist hingegen eine Kunst. Für Beschäftigte ist eine Einschätzung der eigenen Talente und die Sichtbarmachung der Erfolge äußerst wichtig. Die Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können dokumentiert werden.  Ein Gespräch zu Deinen Aufstiegswünschen und benötigten Arbeitsbedingungen mit der Vorgesetztenebene sollte meines Erachtens zur Normalität gehören. Artikel „HighPotenzials ein Gewinn?“ hier klicken.
  8. Digitalisierung in der Sozialen Arbeit benötigt schnelle und nachhaltige Lösungen für hilfebedürftige Menschen und tolle bedarfgerechte Konzepte. Wie können Ideen entwickelt und bewältigt werden? Blog Artikel zu Design Thinking als Methode zur Innovationsentwicklung hier klicken Auch Coworking-Spaces können für die klassischen Träger praktikabel sein Blog Artikel hier klicken. An einem Barcamp habe ich teilgenommen. Dieses Format ist absolut zu empfehlen. Blog Artikel hier klicken Den Vortrag von Frederic Laloux „wie sich lebendige, vitale Organisationen schaffen lassen …“ beim Lernforum Großgruppenarbeit 2016, finde ich super Blog Artikel hier klicken.
  9. Das Betriebsklima beschreibt die Eigenschaften und Attribute eines Betriebes. Studien belegen seinen Einfluss auf die Gesundheit – sowohl der einzelnen Beschäftigten als auch der Organisation als Ganzes. Denn ein gutes Betriebsklima geht einher mit einer Reihe von grundlegenden Werten, die gleichermaßen leistungsfähige Betriebe auszeichnen Blog Artikel hier klicken
  10. In einer immer komplexer werdenden Welt, kommen die alten Führungssysteme, Methoden und Abläufe an ihre Grenzen. „Partizipation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ finde ich persönlich super. Wie ist eine Partizipation bei Euren Organisationen und Träger möglich? Möchtest Du partizipieren? Welche Rahmenbedingungen müssen erfüllt sein, damit eine Teilhabe möglich ist. blog Artikel hier klicken

Impressionen vom Kirchentag in Dortmund

Impressionen vom evangelischen Kirchentag Eröffnungsgottesdienst
Die Eröffnung ist inhaltlich wirklich gut und mutmachend. Die Sonne scheint intensiv und es ist heiß. Menschen aller Altersklasse hören zu und singen zu den Liedern. Ich stehe zwischen einer großen Menge an jungen Menschen, was mich sehr freut.

Der Kirchentag in Dortmund steht unter dem Motto „Was für ein Vertrauen“. Ein gutes Motto
Präses Annette Kurschus findet: Ohne Vertrauen kann keine Gesellschaft überleben.

Vertrauen entsteht vor allem dann, wenn die Menschen stärker an politischen Entscheidungsprozessen beteiligt werden.
Das gilt für Klimaschutz und Energiewende genauso wie für die Digitalisierung. Unsere Demokratie braucht mehr Bürgerbeteiligung.
In Hintergrund treten immer mehr Helfer*innen mit grünen Luftballons auf die Straße, was schön aussieht.

Annette Kurschus: Nicht nur in der Bibel hat dieses Vertrauen in Gott ungeheure Kraft, sondern auch heute noch.

Hans Leyendeckers findet auch noch einmal deutliche Worte gegen Rassismus und Rechtsextremismus: „Man kann nichts [gegen Rechtsextremismus] machen, ist der gottloseste aller Sätze. Man muss etwas machen.“ Der AfD-Ausschluss ist darin begründet laut Bedford-Strohm und der Entscheidung des Kirchentags: Die AfD-Spitze befindet sich im „Widerspruch zum christlichen Glauben“

Armin Laschet: Christentum ist nicht neutral. Wir müssen Vertrauen wieder wachsen lassen, wo Vertrauen verloren gegangen ist

https://www.kirchentag.de/aktuell_2019/

#Diakonie #Kirchentag #Empathie #wasfüreinvertrauen #Mensch #SozialeArbeit #Soziales

Das Büchlein Design Thinking haut mich vom Hocker

Das Buch haut mich vom Hocker: „Design Thinking“ von Michael Lewrick von Beck kompakt!
Es bietet eine schnelle Einführung in Design-Thinking. Viele Hinweise auf Themen für eine weitergehende Beschäftigung sind aufgeführt. Das Büchlein mit 140 Seiten ist ausführlich genug, um zu verstehen, wie radikale Innovationen in einer digitalisierten Welt mit diesen Methoden bewältigt werden können
Die Übung zu Beginn macht deutlich, wie wichtig ein Ausprobieren der entwickelten Ideen sind. Probleme werden als Aufforderung für Veränderung gesehen. Alle Annahmen werden hinterfragt. Empathie mit den Nutzern aufbauen. Bedürfnisse von Nutzern ergründen. Viele Ideen entwickeln. Fortlaufend Standpunkte entwickeln. Prototypen bauen und testen. Ideen potenziellen Nutzern zeigen. Lösungen verbessern oder verwerfen und das Feedback und unsere Annahmen reflektieren (Microzyklus) Es gibt ebenfalls einen Macrozyklus. Die Beschreibung orientiert sich an den Modellen von Übernickel 2016 und Lewrick 2018. KAUFEMPFEHLUNG

1. Inhalt kurz und bündig
2. Übung Tue es einfach
3. Das Design Thinking Mindset
4. T-shaped Teams
5. Kreative Umgebung
6. Design Thinking Zyklus
7. Evolution von Design Thinking
8. Systems Thinking und Design Thinking
9. Business Ökosystem Design
10. Design von Geschäftsmodellen
11. Big Data Analytics und Design Thinking
12. Die Umsetzung von Lösungen
13. Zusammenfassung und Ausblick
14. Checkliste zum Design Thinking
Empfohlene Literatur

Ein empfehlenswertes Buch das Spass macht zu lesen.
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Intuition ist trainierbar und wichtig für die Soziale Arbeit

das Buch und die BR alpha Fernsehreihe „Auf den Spuren der Intuition“ beschäftigt mich in regelmäßigen Abständen in meinem Leben.

 

Das Thema Intuition ist sehr wichtig im Zusammenhang mit Hochsensibiltät und Sozialer Arbeit. Vermutlich sollte es gemeinsam und einzeln reflektiert werden, um die für Dich stimmige Haltung dazu einzunehmen. Ich jedenfalls habe mich mit Intuition befasst, da es meiner Meinung nach trainierbar ist und das Innere enorm stärkt. Eine innere Stärke aufzubauen, hilft sehr im Umgang mit Menschen und mehr…

Was ist Intuition?

Bauchgefühl, Geistesblitz, innere Anschauung, gefühltes Wissen – eine einheitliche Definition gibt es nicht.

„Intuition – die hat jeder Mensch, aber er weiß nicht, woher sie kommt“, sagt der Quantenphysiker und Träger des Alternativen Nobelpreises Professor Dr. Hans-Peter Dürr.

Intuition ist trainierbar und wichtig für die Soziale Arbeit

Jeder scheint unter Intuition etwas anderes zu verstehen.

ARD-alpha hat sich für die Serie „Auf den Spuren der Intuition“ auf den Weg gemacht und die verschiedensten Menschen besucht:

Nobelpreisträger, Künstler, Olympiasieger, spirituelle Lehrer verschiedener Traditionen und Menschen, die im praktischen Leben stehen, ob Konzernchef oder Putzfrau, Investmentbanker oder Bergbauer. All diese Menschen haben eines gemeinsam: Intuition spielt in ihrem Leben eine wichtige Rolle. Sie lassen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen, sprechen über ihre Erfahrungen im Umgang mit Intuition und schildern die die verschiedenen Facetten dieses Begriffs. Manches wirkt vertraut, anderes ungewohnt und überraschend.

 

In allen Lebensbereichen spielt Intuition eine wichtige Rolle. In den 13, je 30 Minuten langen Folgen, wird das Phänomen „Intuition“ jeweils aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet:

„Ich denke, also bin ich“ mit diesem berühmten Satz formulierte der Philosoph René Descartes im 17. Jahrhundert das Weltbild, das uns seit 400 Jahren prägt.

Das rationale Denken ist das Fundament unserer Kultur. Doch dieses Weltbild beginnt kräftig zu wanken. In allen Lebensbereichen gewinnt Intuition eine größere Bedeutung, selbst da, wo man es noch kaum vermuten würde: in der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Politik. Mit der Komplexität der modernen Welt ist unser Verstand, unser rationales Denken allein überfordert.

In vielen Bereichen stoßen wir heute an unsere Grenzen. „Ich behaupte, es gibt keine wirkliche Deutung unseres Lebens aus der Rationalität heraus. Wir müssen tiefer forschen. Wir müssen auf einer Ebene forschen, wo wir mehr begreifen, von dem was wir sind und was wir Evolution nennen und aus dieser Ebene kommt auch die Intuition“, sagt der Benediktinerpater und Zen-Meister Willigis Jäger. Er sieht das Wiederentdecken der Intuition in unseren Tagen als lebenswichtigen Schritt in der Evolution der Menschheit.

Der Mensch weiß mehr, als er denkt…

Auf den Spuren der Intuition

Intuition wird unterschiedlich erfahren: als Bauchgefühl, als Gedankenblitz oder als spontaner Handlungsimpuls. Intuition kommt vom Lateinischen ‚intueri‘; das heißt: nach innen schauen.

Intuition ist ein Wissen von innen heraus.

Doch woher kommt das Wissen? Was sind die Quellen der Intuition? Der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Professor Dr. Joachim Bauer meint: „Intuition ist eine biologische Resonanz, die in uns entsteht, ohne dass wir bewusst darüber nachdenken und ohne dass wir das kontrollieren können. Wir haben sogenannte Spiegelnervenzellen, die in uns diese Resonanz auslösen.“ Schnelles, intuitives Wahrnehmen ist auch im Sport entscheidend: „Intuition ist etwas, worüber man nicht nachdenken muss, das automatisch abläuft“, sagt der Judo Olympiasieger von 2008, Ole Bischof. „Es geht darum, in diesen ‚Flow‘ zu kommen. Das heißt, total im Moment sein, und dann fühlt man, jetzt ist alles stimmig, und dann passiert es einfach“, sagt er. Um in diesen Zustand des ‚Flow‘ zu kommen, ist viel Training und Erfahrung nötig. Überhaupt bilden unsere Erfahrungen eine wichtige Quelle für unsere Intuitionen.

„Man kann Intuition nicht wollen oder erzwingen, man kann nur offen sein und sie geschehen lassen“, lehrt der Benediktinerpater und Zen-Meister Willigis Jäger. Es ist eine individuelle Erfahrung, egal ob beim Joggen, Kochen oder Kartoffeln schälen. Wenn wir nicht mehr nachdenken, sind wir frei für Intuitionen. „Jeder Mensch macht die Erfahrung, wie Intuition funktioniert, jeden Tag. Wir brauchen nur in einen Bäckerladen zu gehen und sofort spüre ich, was ist das für ein Spirit ist, in diesem Laden“, sagt Paul Kohtes, PR-Manager und Zen-Lehrer.

Der Liedermacher Konstantin Wecker meint: “ In meiner Kunst habe ich mich nie verbogen, und das hab ich alles ausschließlich der Intuition zu verdanken.“ Jeder erfährt die innere Stimme auf seine ganz eigene Art. Die Psychologin Dr. Regina Obermayr-Breitfuß hat über 20 Jahre zum Thema Intuition geforscht: „Die Sätze sind kurz, sie sind ganz präzise und es war spontan auch eine Freude da“, sagt sie über ihre Untersuchungen zur inneren Stimme.

Unser Leben beginnt mit intuitivem Lernen: „In der Frühphase des Lebens spielt die intuitive Kommunikation zwischen den Babys und den Eltern eine herausragende Rolle für die Entwicklung der Kinder“, sagt Professorin Dr. Mechthild Papouek, Leiterin der Forschungs- und Beratungsstelle am Kinderzentrum in München. Vor allem für die Fähigkeit, sich emphatisch in die Gefühle des Gegenübers hinein zu versetzen, wird ganz früh im Leben die Grundlage gelegt durch eine intuitive Verständigung zwischen Eltern und Kind. „Eltern haben oft einen ganzen Bücherschrank voll mit Ratgebern und Zeitschriften, doch das lenkt im Grunde nur ab, sich vom Baby leiten zu lassen und darauf kommt es an…

Lange Zeit wurde in der Wirtschafts- und Arbeitswelt über Intuition nur verschämt gesprochen. Das hat sich in jüngster Zeit deutlich geändert: „Wenn eine Firma etwas herstellt, das sich über Jahre nicht verändert, dann stand Disziplin im Vordergrund. Intuition war dann nicht wichtig. So funktioniert aber heute keine Firma mehr“, sagt der Physiknobelpreisträger und erfolgreiche Unternehmer Professor Dr. Gerd Binnig. Der Zwang zu Innovation und Veränderung macht in der modernen Arbeitswelt vor nichts mehr halt. Ob in kleinen Familienunternehmen oder großen Konzernen, überall wird deshalb die Bedeutung der Intuition sichtbar, wenn es um Produktinnovation, Personalmanagement, Prozessorganisation oder Erfindungen geht. Intuitionstraining für Manager in verschiedensten Formen erlebt gerade eine Hochkonjunktur. „Ich glaube, dass man Intuition ganz gut mit einer Firma vergleichen kann“, meint Binnig. „Da gibt es einen Sprecher, das Management einer Firma. Das entspricht dem, was wir Ratio oder Verstand nennen. Das ist was nach außen wirkt, mit der Umgebung kommuniziert. Intuition ist dann eigentlich das Leben, die Kommunikation innerhalb einer Firma“, so Binnig

„Das wirklich Neue kann nur durch Intuition kommen“, davon ist der österreichische Quantenphysiker Anton Zeilinger überzeugt. Neu ist auch die Weltsicht der modernen Wissenschaften: Nach unserer gewohnten Weltsicht gibt es eine Wirklichkeit unabhängig von uns. In der modernen Physik erscheint Wirklichkeit als Konstruktion unseres Bewusstseins. Wir selbst sind Mitgestalter unserer Wirklichkeit. Doch welche Welt schaffen wir für uns und unsere Kinder? „Es wissen sicher viele, dass sie nicht verantworten können, was sie machen. Diese Respektlosigkeit gegenüber der Natur und der Schöpfung. Es geht nur um ausbeuten und ausnutzen“, sagt Bergbauer und Agrarrebell Sepp Holzer. Wir alle sehnen uns nach einer harmonischen Welt, nach einem menschlichen Miteinander in allen Lebensbereichen.

Wie können wir die Vision einer lebenswerten Welt Wirklichkeit werden lassen?

„Intuitiv weiß das jeder. Die Menschen müssen wieder Zugang zu sich selbst finden. Intuitiv spüren, was sie ursprünglich einmal wollten, und dann gelingt es“, sagt Hirnforscher Professor Gerald Hüther. „Sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch“, sprach Jesus Christus gemäß der Bibelübersetzung von Martin Luther.

 

Link
https://www.br.de/mediathek/sendung/auf-den-spuren-der-intuition-av:585d6a963e2f29001290e3ef

Für die Möglichkeiten von Sozialer Arbeit und Digitalisierung kann Not Just Down Vorbild sein

Ein Artikel,  der über ein super schönes Beispiel zum Thema „Soziale Arbeit mit Zukunft“ Auskunft gibt.  Die Themen Soziale Arbeit und SocialMedia sind inhaltlich berührt. Aber vor allem bin ich selbst von der Geschichte von Mari und Tabea berührt. Die Berührbarkeit gegenüber Menschen ist „eine“ der wichtigsten Voraussetzungen, um gute Soziale Arbeit leisten zu können.

Auf Facebook wurde mir das Video „Trisomie 21: So ist es für die große Schwester“ vom Format „Reporter“ vorgeschlagen. Es handelt sich um folgende LebensGeschichte:

Bild vom Youtube Video

Der Bericht „Trisomie 21: So ist es für die große Schwester“

auf dem Kanal Reporter sollte angeschaut werden, um mein oben genanntes „Berührt sein“, nachvollziehen zu können. Hier ist der Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=s5GXcgSp4s8&feature=youtu.be

„Mari ist 21 Jahre alt und hat das Down-Syndrom. Seine Schwester Tabea ist 28 und verbringt jede freie Minute mit ihm. Wie ist das, wenn ein Geschwisterteil besondere Aufmerksamkeit braucht und was heißt das für das eigene Leben? Darum geht´s auch im Video.

Das Down-Syndrom ist genetisch bedingt, aber es ist keine Krankheit. Bei Menschen mit Down-Syndrom liegt das 21. Chromosom nicht wie üblich doppelt, sondern dreifach vor. Mediziner sprechen dabei von Trisomie 21. Eines von 700 Kindern kommt mit dem dreifachen 21. Chromosom zur Welt. In Deutschland leben 30.000 bis 50.000 Menschen mit Down Syndrom.

Bild vom Bericht „Trisomie 21: So ist es für die große Schwester“ auf Youtube

Kinder mit dem dreifachen 21. Chromosom werden immer weniger, denn: Das Down Syndrom wird in der Schwangerschaft immer häufiger entdeckt. In Deutschland entscheiden sich dann 95% der Frauen gegen die Geburt, wenn sie so eine Diagnose erfahren. Für Tabea ist das unvorstellbar. Aus diesem Gefühl heraus entstand auch ihre Idee für ihr gemeinsames Projekt. Notjustdown heißt nämlich nicht nur der Instagram-Account der beiden, sondern auch ihr Lebensmotto.

Tabea möchte mit den Texten, Bildern und Videos zeigen, dass ein Leben mit Mari genauso normal ist, wie mit Menschen ohne Down-Syndrom. Für sie war schon seit der Geburt von Mari klar, dass er im Mittelpunkt der Familie stehen und viel mehr Aufmerksamkeit bekommen wird, als sie und ihr anderer Bruder. Und auch, dass er es im Leben schwerer haben wird, als andere Kinder. Im Youtube Video von Reporter geht´s um die Bedeutung des Projektes für die beiden, welche Ziele und Wünsche hat Tabea für Mari und wie es um das Thema Verantwortungsbewusstsein steht.

Rückblick auf nur ein Jahr ehrenamtlicher Arbeit

Der Artikel „Danke 2018https://www.notjustdown.com/single-post/Danke2018 ist ein Rückblick auf nur ein Jahr (ehrenamtlicher) Arbeit.  Urprünglich betreibt Tabea den Blog Not Just Down,  um auf das Thema Behinderung und die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen. Dann standen Beide mit ihrem Projekt x Mal in der Zeitung und zwei Mal im Fernsehen. Einmal sogar life im Fernsehen. Einige Blogger schrieben Artikel über das Projekt. Durch die verschiedenen Medienformate und Veranstaltungen haben die Beiden Leute kennengelernt, die sie vorher nur aus dem Fernsehen oder dem Internet kannten.  Es sind kleine mal mehr oder weniger virtuelle Freundschaften entstanden…

Sie sind neben dem Deutschlandfunk-Podcast auch auf dem sehr bekannten Kanal „Reporter“ YouTube-Beitrag durch den ich aufmerksam geworden bin, weil ich dem Kanal auf Facebook folge. Das Projekt wurde sogar ganz überraschend für den Blogger-Award „Manuels Mind: Blog „Not just down“  Newcomer des Jahres nominiert.

Vor allem auf Instagram sind sie eine Teil einer wunderbaren Community mit fast „15000 Followern!“ geworden, was eine sehr große Anzahl an Lesern ist. Ich habe auf dem Kanal einige Hundert: https://www.instagram.com/notjustdown/

Reporer 3 Trisomie 21: So ist es für die große Schwester Bild vom Youtube Video

Ich bin völlig begeistert von der Idee, dass die Beiden Fairfashion Shirts bedrucken https://www.notjustdown.com/shop Bis zum 10.05.2019 habt Ihr noch die Möglichkeit zu bestellen, danach machen die Beiden die „Schotten dicht und legen sich in die Sonne“. Das Aufspielen eines Blogs mit Shop ist im Rahmen von ehrenamtlicher Arbeit, alles andere als einfach, weil sowohl rechtliche, technische und gesamtkonzeptionelle Aufgaben zu bewältigen sind. Die Idee ist deshalb auch so hinreißend, weil vor allem Mari die T-Shirts erstellt. Die Einnahmen decken einen Teil der Ausgaben, die durch die Arbeit am Projekt entstehen.

Tabea schreibt in ihrem Blog Not Just Down, dass das Leben mit einem Bruder wie Mari manchmal härter ist, als man sich das so vorstellt. Aber manchmal auch schöner. Weil Du durch diese Auseinandersetzung immer wieder gezwungen bist zu unterscheiden, worauf es ankommt im Leben. Ich selbst achte in meinem Leben ebfalls darauf, mich auf das Wichtigste zu fokussieren. Die ganze Familie Mewes steht hinter dem Projekt und ist  eine glückliche Familie.  Das hat viel damit zu tun, dass sie nicht weggelaufen sind vor Problemen. Dass sie immer miteinander darüber gesprochen haben und auch mit anderen, zuletzt über die #notjustdown-Homepage.

Und Wie findet eigentlich Mari das Ganze

Das ist natürlich ein ganz wichtiger Punkt, der immer wieder viel Raum einnimmt in Überlegungen und Gesprächen der gesamten Familie. Mari ist technisch versiert, kennt sich mit dem Internet aus und hat verstanden und zugestimmt, worum es geht und was es bedeutet, wenn Tabea Bilder/Videos/Geschichten postet. Tabea schreibt „Für Mari ist diese Öffentlichkeit zu etwas geworden, auf das er – und damit hatte ich in der Form vorher überhaupt gar nicht gerechnet  – total stolz ist.“ https://www.notjustdown.com/single-post/2019/03/31/Wie-findet-eigentlich-Mari-das-Ganze

Für die Möglichkeiten von Sozialer Arbeit und Digitalisierung kann Not Just Down Vorbild sein

Das Projekt ist im Rahmen der Masterarbeit im Fach Medienwissenschaft von Tabea entstanden. Schon zu Beginn ihres Studiums wusste Tabea, dass sie sich  medienwissenschaftlich mit den Themen Inklusion, Behinderung und Down-Syndrom auseinandersetzen wollte. Grund dafür ist natürlich ihr Bruder Marian, der auch das Gesicht von #notjustdown ist. Tabea und ihre Familie ist es wichtig, ein Bewusstsein für Menschen mit Down-Syndrom in die Gesellschaft zu tragen und eine Idee davon zu vermitteln, warum eine Welt ohne Menschen wie Marian nicht lebenswerter ist.

Gibt der enorme Erfolg von notjustdown ihnen nicht vollkommen recht?

Die Idee und LebensGeschichte, die NOT JUST DOWN aufzeigt, macht deutlich wie die Online-Welt für Themen der Sozialen Arbeit funktionieren kann und ein wahnsinniges Potenzial bieten. Auch ist es möglich viel Menschlichkeit durch den Aufbau eines Netzwerkes auch zu dem Thema Trisomie21, sowohl online, als auch offline zu leben und für andere sichtbar zu machen.