Unsichtbar, aber lebensgefährlich – Warum wir jeden Tag um Verständnis kämpfen
Ich hatte heute vor, einfach einen üblichen Beitrag zu einem Artikel zu schreiben.

Ingwer Shot mit Zitrone: Pur kaum trinkbar – extrem scharf, sauer und reizend im Mund/Rachen/Magen.
Erster Versuch: fast ungenießbar.
Zeiter Versuch: Bei Erkältung am 2. Tag die Hälfte getrunken (ohne Schütteln → sehr konzentriert am Boden) – immer noch stark, aber trinkbar.
Nehme parallel Soledum forte (Cineol) – wirkt gut gegen Erkältung, aber verursacht bei mir Magen-Darm-Krämpfe (bekannte gelegentliche Nebenwirkung). Der Ingwer-Shot kann das verstärken, da hochdosierter Ingwer empfindliche Mägen reizt (Sodbrennen, Krämpfe, Übelkeit möglich).
Fazit:
Nur bedingt empfehlenswert. Bei empfindlichem Magen oder Magen-Nebenwirkungen von Medikamenten (wie Soledum) meiden oder stark verdünnen und testen. Für Robust-Magen-Typen bei Erkältung okay, aber kein Wohlfühl-Drink.
Ergänzung – Persönlicher Hintergrund & Ernst der Lage – Warum wir so vorsichtig sind

Weil ich selbst mit Asthma und starken allergischen Beschwerden täglich lebe, trifft mich jede Erkältung oder Infektion deutlich härter als die meisten Menschen und die Erholung dauert länger.
Noch gravierender ist die Situation für meine Frau: Sie hat die eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (ehemals Churg-Strauss-Syndrom), eine seltene, schwere Autoimmun-Vaskulitis, die oft mit schwerem Asthma, hoher Eosinophilie und Entzündungen in Lunge, Herz, Nieren oder anderen Organen einhergeht.
Jeder grippale Infekt oder jede Atemwegsinfektion birgt hier ein echtes Risiko für einen Schub oder eine Verschlechterung – das haben wir in den letzten Jahren schmerzlich gelernt.
Während der Corona-Pandemie haben wir uns intensiv mit Schutzmaßnahmen auseinandergesetzt und Strategien entwickelt, die uns bis heute helfen: konsequentes Maskentragen in Risikosituationen, Abstand, Lüften und Isolation.
Leider stoßen Betroffene von Autoimmunerkrankungen und anderen potenziell lebensbedrohlichen Erkrankungen immer wieder auf wenig Verständnis – sei es bei manchen Ärzten, im Umfeld oder in der Öffentlichkeit.
Deshalb schreibe ich regelmäßig über Selbstfürsorge, Vorsorge und den respektvollen Umgang mit unsichtbaren Erkrankungen und Risiken: Weil ich genau weiß, wovon ich spreche – aus dem eigenen Alltag und aus der engen Begleitung eines Menschen, dessen Leben von solchen Infekten abhängen kann.
Diese Texte sind keine Theorie. Sie kommen aus der Realität, in der ein simpler Schnupfen schnell zum Dominoeffekt werden kann.
Ein harmloser Virus für andere kann für uns der Anfang vom Ende sein.
Aus Liebe und Angst: Warum Selbstfürsorge für uns überlebenswichtig ist – und Verständnis dazu
Und doch begegnen uns oft nur Unverständnis oder Stigmatisierung – bei manchen Ärzten und im Umfeld:
„Ist doch nur eine Erkältung…“ „Stell dich nicht so an…“
Das tut weh. Es macht einsam.
Deshalb schreibe ich über Selbstfürsorge. Weil ich es aus eigener Lebenserfahrung weiß: Diese Themen sind keine Theorie. Sie sind unser Alltag.
Schutz als oberste Priorität
Wir haben häufiger Nächte, in denen wir wach liegen und hoffen, dass der nächste Atemzug leichter wird.
Es ist die Liebe, die uns antreibt, alles zu tun, damit „wir beide morgen noch da sind“ .
Wenn du das liest und denkst „Das klingt übertrieben“ – stell dir vor, es wäre Deine Frau, dein Partner, dein Kind. Dann verstehst du vielleicht, warum Infekt für uns nie „einfach nur“ ist.
Wir kämpfen jeden Tag – still, oft unsichtbar.
Und wir bitten nicht um Mitleid. Nur um ein bisschen Verständnis. Das reicht schon, um die Welt ein kleines Stück erträglicher zu machen.
