Jugendliche in Krisen-Wohngruppe: Alle vertrauten Betreuer weggerissen – Zeitarbeit übernimmt

Jugendliche in Krisen-Wohngruppe: Alle vertrauten Betreuer weggerissen – Zeitarbeit übernimmt

Was auf TikTok passiert ist (Stand ca. Ende Januar / Anfang Februar 2025)

„Unser Sicherheit ist weg. Unsere Bezugspersonen sind versetzt. Wir haben Angst und fühlen uns alleine. Bitte helft uns, gesehen zu werden. Bitte teilt das Video so oft wie ihr könnt, wir brauchen Hilfe“

TikTok Account (https://www.tiktok.com/@wohngruppe95)

Die Jugendlichen selbst haben unter dem Account @wohngruppe95 mehrere sehr emotionale Hilferuf-Videos hochgeladen.

Darin schildern sie:

  • – „Unsere Sicherheit ist weg“
  • – „Unsere Bezugspersonen sind versetzt“
  • – „Wir haben Angst und fühlen uns alleine“
  • – Bitte um Aufmerksamkeit und Unterstützung

Die Videos haben relativ schnell Reichweite erzielt und eine Welle der Anteilnahme (aber auch Diskussion) ausgelöst.

Hilferuf einer Essener Jugendwohngruppe: Alle Betreuer „weggerissen“ – versetzt

Essen. Jugendliche einer Essener Intensivgruppe kämpfen für die Rückkehr des vertrauten Teams. Zeitarbeitskräfte helfen aus. Warum die Situation eskaliert ist. Von Annette Lehmann, Redakteurin am 31.01.2026, 05:00 Uhr (https://www.waz.de/lokales/essen/article411047919/hilferuf-einer-wohngruppe-des-essener-franz-sales-hauses-jugendliche-wollen-ihre-betreuer-zurueck.html)
WAZ Essen Instagram Beitrag (https://www.instagram.com/p/DUP4Q51CRZs/)

Artikel lesbar, trotz Bezahlschranke bei archive.today des archivierten Inhalts von (https://archive.ph/2LAdW)

  • Kommentar: Liebe Wohngruppe95, mich berührt Euer Video sehr. Dass Ihr Euch so engagiert u. einsetzt, um Eure alten BetreuerInnen zurück zu bekommen, finde ich klasse. Dass nun keine vertraute Bezugsperson mehr in Eurer WG ist, ist zugleich ein Armutszeugnis für den Träger Eurer Wohngruppe. Daher wünsche ich Euch von Herzen, dass wenigstens 1 Person zurückkehren kann. Ihr müsst auch das Jugendamt informieren u. dort Eure Ängste vorbringen! Ich für meinen Teil werde Euren Post teilen. Liebe Grüße A. B.
  • Kommentar: ich finde es toll, dass ihr euch wehrt. In der WAZ ist online ein kleiner Beitrag, leider mit Bezahlschranke. LG E. O.
  • Kommentar: Ich habe selbst viele Jahre in einem Kinderheim gearbeitet. Auch wir Erzieher haben im Laufe der Zeit eine tiefe Beziehung zu unseren Kindern bekommen. Ich kann dich so gut verstehen
  • Kommentar: Bezugsbetreuer spielen so eine wichtige Rolle

Hilferuf aus Jugendwohngruppe – schon wieder? 2023 kündigte ein komplettes Team

Essen. Eine Essener Intensivgruppe verlor im Januar alle vertrauten Mitarbeiter. Vor Jahren zog sich beim selben Träger ein ganzes Team zurück. Betroffene erinnern sich. Von Annette Lehmann, Redakteurin, 12.02.2026, 10:13 Uhr mit Bezahlschranke (https://www.waz.de/lokales/essen/article411154031/jugendwohngruppe-des-essener-franz-sales-hauses-zerbricht-nach-hilferuf.html)

Hintergrund & Hauptursache (nach Darstellung des WAZ Artikels)

Die langjährigen, fest angestellten Betreuer:innen wurden komplett versetzt bzw. abgezogen. Die Jugendlichen berichten von einem plötzlichen, traumatischen Verlust ihrer wichtigsten Bezugspersonen, zu denen sie intensive Bindungen aufgebaut hatten.

Die Gruppe wird derzeit mit Zeitarbeitskräften und teils neuen / fremden Mitarbeitenden weitergeführt Kontinuität und Vertrauen sind massiv gestört

Mehrere Jugendliche zeigen deutliche Verschlechterungen im Verhalten / psychischen Zustand seit dem Betreuer-Wechsel. Zitat der Einrichtung laut des WAZ Artikels: Was kann der Träger den Jugendlichen derzeit überhaupt anbieten? Sie könnten Vertrauenspersonen benennen, die sie bei Terminen intensiver betreuen, so die GF.“ … „Schnellstmöglich“ solle ein neues Team zusammengestellt werden …

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2 Kommentare zu „Jugendliche in Krisen-Wohngruppe: Alle vertrauten Betreuer weggerissen – Zeitarbeit übernimmt

  1. Das ist irre. Das einzige, was einem Menschen in schwierigen Phasen hilft, Vertrauen – weg. Aber vielleicht geht es ja einfacher mit Aushilfskräften, Zeitarbeit usw (die selbst kein Standing haben, nicht wissen, wie es weitergeht). In vergleichbarer Situation sagte ich einst zu geplanten Kürzungen, wir könnten das Geld auch gleich an die örtliche Justizvollzugsanstalt überweisen. Oder die Psychiatrie. Aber solche Bemerkungen werden nicht gern gehört und schaden nur dem, der sie tätigt.

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