Foto Marshall Rosenberg
Liebe als Grundlage der Gewaltfreien Kommunikation
Geschichte und Hintergrund der Gewaltfreien Kommunikation (GFK)
Rosenberg promovierte 1961 an der University of Wisconsin–Madison in klinischer Psychologie. Das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation entstand aus seiner Auseinandersetzung mit der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung in den frühen 1960er Jahren. 1963 begann er mit der Entwicklung des GFK-Prozesses. Er half dabei, die Rassentrennung an Schulen und Institutionen auf friedvollem Wege rückgängig zu machen… Rosenberg bot zeit seines Lebens Trainingskurse in Gewaltfreier Kommunikation. Er war lange Zeit auch in Krisengebieten und ökonomisch benachteiligten Regionen wie Palästina, Serbien und Ruanda tätig… (https://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltfreie_Kommunikation)

Grundlage der Gewaltfreien Kommunikation
Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg entstand aus dem Bemühen, das Konzept der Liebe zu verstehen – wie sie sich zeigt und wie sie verwirklicht wird. Er kam zu dem Schluss, dass es nicht einfach irgendetwas ist, das man fühlt, sondern etwas, das wir ausdrücken, etwas, das wir tun, etwas, das wir haben.
Er sagt, dass dieses Ausdrücken darin besteht, dass wir auf eine ganz bestimmte Weise etwas von uns selbst schenken.
Für Hochsensible und Alle, die nach einer besseren und empathischen Kommunikation Ausschau halten, kann diese Haltung hilfreich sein. Ein wichtiger Punkt ist dabei Empathie: wir fühlen uns in unseren Gesprächspartner ein und respektieren ihn.
Die Ansätze der „Gewaltfreien Kommunikation“ bzw. deren Ziele:
-
Eigene Befürfnisse erfüllen, ohne andere zu beeinträchtigen – ohne ihnen Gewalt anzutun
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Befriedigende Beziehungen aufbauen, wiederherstellen und erhalten
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Schmerzhafte Kommunikation verhindern
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Konflikte nutzen
Link Youtube „Liebe als Grundlage der Gewaltfreien Kommunikation„:
(https://www.youtube.com/watch?v=FG3W1pS5s-o)
Liebe als Grundlage der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg
Einleitung: Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Marshall Rosenberg ist eine Kommunikationsmethode, die darauf abzielt, Missverständnisse und Konflikte in der zwischenmenschlichen Kommunikation zu reduzieren. In der GFK spielt das Konzept der Liebe eine zentrale Rolle, da es die Grundlage für empathisches Zuhören und authentischen Ausdruck bildet.
Die Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation
Marshall Rosenberg definiert die Gewaltfreie Kommunikation durch vier zentrale Komponenten:
- Beobachtung – Die Situation klar und objektiv beschreiben, ohne Bewertungen oder Urteile.
- Gefühle – Die eigenen Gefühle in Bezug auf die Situation ausdrücken.
- Bedürfnisse – Die Bedürfnisse benennen, die hinter diesen Gefühlen stehen.
- Bitte – Eine konkrete Bitte äußern, die zur Erfüllung der Bedürfnisse beiträgt.
Diese vier Elemente bilden das Fundament der GFK und fördern eine respektvolle und empathische Herangehensweise in unserer Kommunikation.
Die Bedeutung von Liebe in der GFK
In der Gewaltfreien Kommunikation wird Liebe als eine grundlegende menschliche Energie angesehen, die es uns ermöglicht, uns mit anderen zu verbinden.
Einige Aspekte, wie Liebe in die GFK integriert wird:
Empathie als Ausdruck von Liebe
Empathie ist ein Schlüsselkonzept in der GFK. Sie bedeutet, den anderen ohne Vorurteile oder Bewertungen zu verstehen. Dies erfordert eine innere Haltung der Liebe und des Verständnisses. Wenn wir empathisch sind, erkennen wir die Bedürfnisse und Gefühle des anderen und zeigen, dass wir sie wahrnehmen und respektieren.
Authentisches Teilen von Gefühlen
Liebe ermutigt uns, unsere wahren Gefühle und Bedürfnisse offen auszudrücken. In der GFK geht es nicht nur darum, die eigenen Bedürfnisse zu äußern, sondern auch darum, dies auf eine Art und Weise zu tun, die die Beziehung stärkt. Wenn wir in Liebe kommunizieren, schaffen wir eine Atmosphäre, die Dialog und gegenseitigen Respekt fördert.
Förderung von Verbundenheit
Die Anwendung von GFK-Techniken kann helfen, eine tiefere Verbundenheit zwischen Menschen herzustellen. Diese Verbundenheit basiert auf der Anerkennung der gemeinsamen Bedürfnisse und der Bereitschaft, auf diese einzugehen. Liebe schafft diesen Raum der Verbundenheit, der es uns ermöglicht, über Konflikte hinweg zu kommunizieren.
Praktische Anwendung der GFK in Beziehungen
Um die Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation und das Konzept der Liebe in der Praxis anzuwenden, können folgende Schritte hilfreich sein:
Selbstreflexion: Über unsere eigenen Gefühle und Bedürfnisse nachdenken, bevor wir kommunizieren.
Aktives Zuhören: Dem Gesprächspartner unsere volle Aufmerksamkeit schenken und empathisch auf das Gehörte reagieren.
Konstruktive Sprache: Anstatt Vorwürfe zu erheben, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse klar teilen.
Feedback einholen: Sicherstellen, dass das Gesagte richtig verstanden wurde und Raum für Klärungen schaffen.
Fazit: Liebe ist ein essentielles Element in der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg. Sie bildet das Fundament für empathische Interaktionen und ermöglicht eine tiefere Verbindung zwischen Menschen. Durch das Anwenden der Prinzipien der GFK in unseren Beziehungen können wir mehr Verständnis, Respekt und Frieden in die Kommunikation bringen. Liebe als zentrale Kraft fördert nicht nur die individuelle Wahrnehmung von Bedürfnissen, sondern unterstützt auch das kollektive Wohl aller Beteiligten.
Anregungen
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