Beim letzten Blogartikel „Empfehlung Youtube Video Fülle und meine Meinung zur Intuition“ habe ich angefangen von mir und meiner Lebensgeschichte etwas zu erzählen.
„Menschen lieben Geschichten“
Ich lese mit großer Vorliebe über Lebenswege und Bewältigungsstrategien. Auch Spaß am Leben und Humor, die Menschen verbreiten, mag ich.

Social Media und das Schreiben eines Blogs finde ich hinreißend. Ich freue mich, dass ich mittlerweile mit Vielen vernetzt bin und auch Ihre Artikel lesen, kommentieren und teilen kann. Ich finde, damit ist sehr viel Kreativität verbunden. Ich bin über diese Möglichkeit sehr dankbar. Also ich bin Euch, den Lesern dankbar. Das ist ein Geben und Nehmen, wie ein grosser Tauschbasar des Lebens.
Ich bin das erste Mal länger krank und funktioniere nicht, bin eingeschränkt. Seit Februar 2017 habe ich körperliche Schmerzen. Ich gönnte mir dennoch die Teilnahme am Symposium Hochsensibilität und habe meine Begeisterung zu Ausdruck gebracht. Für das nächste Symposium HS 2018 bei der Akademie Heiligenfeld habe ich mich leider abgemeldet, da ich seit Ende August 2017 bis heute im Januar 2018 krank geschrieben bin. (Mehr zum Thema Hochsensibilitaet (Teil 1) Hochsensibel, bloß empfindlich Beitrag auf meinem Blog (https://high-sensitive-socialwork.de/hochsensibilitaet-teil-1-hochsensibel-bloss-empfindlich/)
Mich gesund oder krank fühlen, betrachte ich mehrperspektivisch.
„Gesundheit ist kein Zustand, sondern ein lebenslanger Veränderungs- und Lernprozess, der bewusst zu gestalten ist“ Familientherapeut und Coach Dr. Matthias Lauterbach
Auch die Situation in der Kindheit ist ein wesentlicher Faktor.
Meine frühe Kindheit war schwierig. Ich möchte hier nicht alles genau erzählen.
Das Kinderbuch „Matilda“ von Roald Dahl beschreibt humorvoll ein Kinderleben. Es ist ein Buch für Kinder. Bei namenstests habe ich vor einigen Tagen ein Analysespiele auf Facebook durchgeführt. Das ug. Bild ist das Ergebnis und passt gut zu meinem Selbstbild, das ich mittlerweile von mir habe. Dass ich zaubern kann, habe ich mir als Kind gewünscht und mir vorgestellt. ;-)
Hier ist eine Zusammenfassung:
„Matilda saß auf ihrem Platz in der zweiten Reihe und sagte kein Wort. Ein sonderbares Gefühl tiefer Ruhe und Sicherheit senkte sich über sie, und plötzlich merkte sie, dass sie sich vor nichts und niemandem auf der Welt mehr fürchtete.
Matildas Verstand ist so hell und scharf, dass er selbst den beschränktesten Eltern auffallen müsste. Nur sind Matildas Eltern leider beschränkter als beschränkt. Schlimmer noch ist ihre Schuldirektorin: Frau Knüppelkuh hasst alle Kinder und macht ihnen das Leben zur Hölle. Doch da entdeckt Matilda, dass sie nicht nur ein Wunder-, sondern auch ein Zauberkind ist. Auf ihre Eltern und die fiese Frau Knüppelkuh warten böse Überraschungen …“
Es geht um Themen wie Ungerechtigkeit, Machtmissbrauch, Gewalt, Betrug, Freundschaft, Loyalität und Liebe. Auch wenn Matilda von dem eigenen Umfeld Steine in den Weg gelegt werden, geht sie ihren Weg, indem sie auf ihr Herz hört. Alte Rollenklischees und Denkmuster meiner Vergangenheit , die besagen, dass ein Mädchen weder (kognitiv) etwas zu leisten im Stande sei noch dürfe und einzig brav auf das achtzugeben habe, was man ihm sage, werden durch Matilda widerlegt und über Bord geworfen. So siegt am Ende das Gute.
Psychisch hatte ich während der letzten 2 Jahre so einiges zu verkraften. Meine Exfreundin ist im März 2016 überraschend für Alle und für sie selbst verstorben. Eine Freundin vor ihr hat einen sehr treffenden Text für sie geschrieben: „Für Michaela“ Weil ihr Lebenskampf und der Tod einerseits so unendlich traurig ist, habe ich eine Trauerseite eingerichtet. Ich bin mir sicher, dass ich hier darüber schreiben kann, weil das Wichtigste für Sie war, gerade in Bezug ihrer Lebensdramatik beachtet zu werden. Jedenfalls war es damals für mich eine enorme Anstrengung, dass Sie einen Trauergottesdienst bekommt. Sie war im christlichen Sinne gläubig und hätte diesen Abschied nicht bekommen, wenn ich nicht darum gekämpft hätte. In der Zeitung stand über sie „ … Wegen der Erkrankung habe ich spät studiert“, lächelt sie und erinnert sich gern. Diplom-Pädagogin war sie schließlich geworden. Ihr Job: Beratung von Frauen, die in Bedrängnis waren. Als Rückschlag empfand sie, dass sie 2009 „vollberentet“ wurde, mit 980 Euro im Monat. Sie hätte lieber weiter gearbeitet. … “… Trotz ihrer schweren Erkrankungen zerfließt sie nicht in Selbstmitleid, sondern ist für andere da, die in Not sind: „Ich arbeite ehrenamtlich bei einer Lebensberatungsstelle.“
Zu mir ein paar Infos: Ich hatte während der letzten Jahre Mehrfachbelastungen. Im Januar 2017 ist mein 90 jähriger Vater gestorben und ich kümmere mich um meine pflegebedürftige Mutter. Beruflich bin ich in Teilzeit im Sozialen Bereich Begleitung, Beratung, Training und ca. 80 Prozent Verwaltung tätig. Heute ist es häufig so, dass Schreibtisch Arbeit so ein großer Teil ist. Das nervt mich. Jetzt während meiner Krankschreibung verhält sich mein Arbeitgeber sehr korrekt, womit ich nicht gerechnet habe. Ich glaube, dass es möglich ist, eine passende Nische im beruflichen Bereich zu finden. Die habe ich auch nebenberuflich (als Coach) gefunden. Da ich mittlerweile mutig meinen Weg gehe, begegne ich meinen inneren Widerständen und scheinbaren anderen Hindernisse. Ich bin zufrieden mit meinem Leben.
Meine körperlichen Scherzen sind einerseits durch einen Bandscheibenvorfall und eine folgende Nervenentzündung, auch verstärkt durch eine Schonhaltung, entstanden. Die andere Seite ist, ich bin einfach einige Monate wegen der Krisen über meine Grenzen gegangen.
Schmerzen sind relativ. Du selbst empfindest sie – je nach Situation, deinem Fokus und deinem Allgemeinzustand – verschieden stark und intensiv und kannst besser oder schlechter damit umgehen.
Wie Ihr vermutlich wisst: Ich bin hochsensibel. Mir hilft es, zu wissen, dass es Hochsensibilität und viele andere hochsensible Blogger gibt, die sich für das Thema einsetzen. Ich nehme Symptome und Signale meines Körpers früher wahr und ignoriere sie nicht. Ich besitze also eine Art Frühwarnsystem. In grossen Lebenskrisen verfügen Hochsensibile über eine besonders hohe Resilienz. Also auch ich.
Um trotz meines Leidens immer wieder Lebensmut zu schöpfen, erarbeite ich mir eine Übersicht eine Art Metasicht auf die Dinge. Ich schaue von oben in innerer Distanz auf den Sachverhalt.
Ich habe ein Bild zusammengestellt. 
Es heißt „Dem Schmerz die Stirn bieten“
Auch für andere Krisen kann das Bild angepasst und ausgedruckt werden.
Wenn Du drauf klickst, müsste die jpg-Datei in einem eigenen Fenster aufgehen.
Das Thema Schmerzlinderung habe ich aufgeteilt in vier Rubricken.
- „Schmerzlinderung durch psychologische Ansätze“
- „Schmerzlinderung durch Medikament(e)“
- „Schmerzlinderung durch Körperliche Behandlungsansätze“ und
- „Schmerzlinderung durch Unterstützung von Helfern“
Also bitte nicht falsch verstehen, ich suche hier keinen Helfer oder halte das Bild für den Königsweg.
Jede / Jeder hat ihre / seine indiviuelle Bewältigungsstrategie.
Zwischen dem psychischen und dem physischen Befinden besteht allerdings generell eine sehr enge Beziehung.
Um aus dem Teufelskreis der Schmerzverstärkung zu kommen, führe ich momentan ein Schmerztagebuch.
Ein Buch für die Seele lese ich aktuell. „Jetzt spüre ich das Leben wieder“ (mit Praxis-CD):
Gemeinsam mit Jon Kabat-Zinn hat Elana Rosenbaum dessen weltbekannte MBSR-Technik (Mindfulness Based Stress Reduction) gelehrt. Erstmals wendet sie diese jetzt auf den Umgang mit einer schweren Krankheit, den damit verbundenen Ängsten und chronischen Schmerzen an.
Schritt für Schritt wird dabei ein mentaler Prozess in Gang gesetzt, bei dem man die Aufmerksamkeit auf alles richtet, was in den Gedanken oder im Körper auftaucht. Indem man annimmt, was ist, statt es zu bekämpfen, verändert sich der Blick auf die eigene Situation. So wird es möglich, Frieden mit der Krankheit und dem kranken Körper zu schließen und sein inneres Gleichgewicht zurückzugewinnen.
Frau Rosenbaum zeigt Wege auf, um mit den Schmerzen besser umgehen zu lernen, auf die Signale des Körpers zu achten, dessen neue Grenzen zu akzeptieren und um Ruhe und Entspannung zu finden, bevor Erschöpfung droht.
Hier ist der Link zum Buch hier klicken (https://www.amazon.de/Jetzt-sp%C3%BCre-Leben-wieder-Praxis-CD/dp/3778792482)
Ich kenne mich mit Meditation und Achtsamkeit zwar soweit aus, habe hier ein Buch von einer Person vorliegen, die selbst sehr „krank“ ist.
Elana Rosenbaum war selbst krebskrank und schreibt aus eigener Erfahrung.
Sie zeigt, wie es gelingen kann, eine schwere Diagnose zu verarbeiten, mit sich achtsam umzugehen und wie man die Veränderungen akzeptieren kann. Ein tröstliches und glaubwürdiges Buch, ein Meisterwerk der Einfachheit, Klarheit und Fürsorglichkeit.
Aus dem Buch, Seite 176, Kapitel Verlust und Trauer:
„In der Stille können wir ein Gefühl der Offenheit erfahren, das den Blickwinkel erweitert und uns mehr Gelassenheit schenkt. Je nach unserem Glaubenssystem können wir so die Präsenz Gottes oder der Liebe spüren.“
„Die wahre Natur des Geistes ist wie der Himmel,
wie der Raum: ohne Zentrum, ohne Grenzen, ohne Ziel.“
Shabkar Rinpoche
Anregungen und Beiträge (elkeoverhage)
Körperliche Schmerzen plagen mich seit Februar 2017. Dies liegt unter anderem daran, dass viele Schwierigkeiten zu bewältigen sind.
- Artikel März 2017: Thema bessere Entlohnung der Sozialen Arbeit oder work life flow Beitrag hier klicken (https://elkeoverhage.blog/2017/03/01/thema-bessere-entlohnung-der-sozialen-arbeit-oder-worklifeflow/)
- Artikel 08.01.2028: Körperlicher und seelischer Schmerz und Heilung Beitrag hier klicken (https://elkeoverhage.blog/2018/01/12/koerperlicher-und-seelischer-schmerz-und-heilung/)
- Artikel 01.02.2018: Lästern ist so gestern – Der Adapter – Gemeinsam für ein gesundes Betriebsklima: Projekt kommmitmensch (Beitrag hier klicken)
- Artikel 13.04.2018: Was lässt sich dagegen tun? #Metoo – Klare Ansage in drei Schritten (Beitrag hier klicken)
- Artikel 09.12.2018: Was nach einem Trauma durch jegliche Art von Gewalt besonders wichtig ist (Beitrag hier klicken)
- Artikel 12.07.2022: Tagebucheintrag Krisen, körperliche und seeliche Gesundheit Beitrag hier klicken (https://elkeoverhage.blog/2022/07/12/tagebucheintrag-krisen-korperliche-und-seelische-gesundheit/)
- Artikel 15.07.2023: Tagebucheintrag Krisen, körperliche und seelische Gesundheit Teil 2 Beitrag hier klicken (https://elkeoverhage.blog/2023/07/15/tagebucheintrag-krisen-korperliche-und-seelische-gesundheit-teil-2-alter-krankheit-und-tod-sind-die-grosten-herausforderungen-im-leben/)
- Artikel 13.02.2024: Trauerphasen Achterbahn der Gefühle und Selbstfürsorge Beitrag hier klicken (https://elkeoverhage.blog/2024/02/13/trauerphasen-achterbahn-der-gefuhle-und-selbstfursorge/)
- Artikel 23.10.2024: Ein wertschätzender und empathischer Text für Beschäftigte bei der Wohlfahrtspflege Beitrag hier klicken (https://elkeoverhage.blog/2024/10/23/ein-wertschatzender-und-empathischer-text-fur-beschaftigte-bei-der-wohlfahrtspflege/)

Grüße & eine gute Nacht Dir.
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sehr guter authentischer und berührender Artikel liebe Elke, der auch anderen Mut machen kann, die Schwieriges erleben … ich wünsche dir weiterhin ganz viel Mut und Kraft . Vieles was du beschreibst, kenne ich auch . Liebe Grüße an dich
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Danke Reiner
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Dein Kommentar freut mich sehr. Hier im aktuellen Artikel schreibe ich erstmalig sehr persönlich. Daher finde ich schön, wenn der Text Mut macht besonders für Menschen, die Schwieriges erlebt haben. Tja und mit Dir sind wir „hier“ schon zu zweit .
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Das finde ich schön , dass du sehr persönliches hier schreibst . Ja hier wären wir dann schon mal zu zweit . Ich finde das auch immer für mich selbst stärkend persönliches zu schreiben, dauerte aber eine Weile bis ich es konnte .. Liebe Grüße an dich , Susanne
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Danke für den offenen und ermutigenden Blogbeitrag, liebe Elke. 💜
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Liebe Stefanie, danke für Deinen lieben Kommentar. Darüber freue ich mich. Herzlichen Gruß von mir, Elke
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